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Lokales Gute Aussichten: Pinguin-Café soll in den Südpark ziehen
Dresden Lokales Gute Aussichten: Pinguin-Café soll in den Südpark ziehen
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15:19 26.09.2019
Das Pinguin-Café in Dresden kurz vor seinem Abriss im März 2017. Quelle: Dresdner Neueste Nachrichten
Dresden

Viel Aufwand war es am Ende nicht. Binnen weniger Tage hatten Handwerker die Stahlkonstruktion in ihre Einzelteile zerlegt. Das Pinguin-Ca­fé im Dresdner Zoo war damit erst einmal Geschichte. Immerhin landete ein großer Teil der Elemente des Pavillons nicht auf dem Schrottplatz, sondern wurden eingemottet. Zwar gab es seitdem immer wieder Bemühungen, den Flachbau an anderer Stelle wieder aufzubauen. Bisher oh­ne jeden Erfolg. Doch es gibt neue Hoffnung: Im Rathaus gibt es inzwischen sehr konkrete Pläne, das Pinguin-Café im Südpark zu errichten.

Als im März 2017 der Pavillon im Zoo abgerissen wurde, sicherten die Arbeiter die Stahlkonstruktion und andere Bauteile, brachten sie ins La­pidarium in der Südvorstadt, wo sie seitdem auf einer Fläche im Außenbereich auf eine neue Nutzung warten. Das Netzwerk Ostmodern hatte sich zuvor für die Rettung eingesetzt, wenige Wochen vor dem Abriss hatte der Dresdner Stadtrat einen entsprechenden Beschluss gefasst.

Lebhafte Debatten um Wiederaufbau

Tatsächlich gab es in der Folge auch lebhafte Debatten um einen möglichen Wiederaufbau, vor allem der Alaunplatz in der Äußeren Neustadt stand dabei im Fokus. Doch die Pläne zerschlugen sich. In der Verwaltung regte sich Kritik. Mitarbeiter im von Bürgermeisterin Eva Jähnigen (Grüne) geleiteten Um­weltressort meldeten Bedenken an, unter anderem, weil der Pavillon ei­nen zu großen Teil der Parkfläche in Anspruch nehmen würde.

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Bedenken, die die Verantwortlichen im Südpark nicht haben. Bei ei­nem Vororttermin auf dem weitläufigen Gelände im Dresdner Süden hat sich die Umweltbürgermeisterin nun sehr deutlich für das Areal als neuen Standort ausgesprochen. Dort haben die Planer inzwischen sogar schon ei­ne konkrete Fläche im Auge – im oberen Abschnitt des Parks mit bestem Blick auf das Dresdner Elbtal.

Südpol und Südpark – so fasste es eine Mitarbeiterin des zuständigen Amtes für Stadtgrün und Abfallwirtschaft in Anspielung auf die eigentliche Heimat der Pinguine bewusst et­was leger zusammen – das passe durchaus. Die Idee dazu kam übrigens von den Dresdnern und war bei der öffentlichen Planungswerkstatt im März des vergangenen Jahres zur Sprache gekommen.

Bis Ende des Jahres soll Plan fertig sein

Als Standort hat die Stadt einen Bereich an der Nord-Süd-Verbindung zwischen Helmholtzstraße und Kohlenstraße im Auge (gestrichelter Kreis). Schon jetzt entstehen im Südpark zudem die ersten neuen Wege (rote Linien). Quelle: Landschaftsarchitekturbüro Dr. Eichstaedt-lobers/Stadt Dresden

„Die im Bebauungsplan geregelten Parameter zur Grundfläche und zur Höhe lassen eine Wiedereinrichtung des Pinguin-Cafés zu“, erklärt Stadtsprecher Karl Schuricht. Neben dem federführenden Amt für Stadtgrün und Abfallwirtschaft spricht sich auch das Stadtplanungsamt für einen Wiederaufbau im Südpark aus. „Für den Südpark würde diese Op­tion durchaus ei­­ne Bereicherung darstellen“, heißt es.

Signale, die vom Netzwerk Ostmodern, das sich für den Erhalt und den Wiederaufbau des Cafés eingesetzt hat, gern vernommen werden. Dort stößt der Südpark auf Zustimmung, die Anlage sei sehr gut geeignet, er­klärt Ostmodern-Vertreter Marco Dziallas: „Auf der großen, freien Fläche kommt das Pinguin-Café als So­litär besonders gut zur Geltung.“ Wichtig sei zugleich, dass das Café damit in Dresden bleiben würde.

Stadtrat muss Bebauungsplan absegnen

Wann ein möglicher Wiederaufbau allerdings starten könnte, ist ge­genwärtig jedoch völlig ungewiss. Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen verweist auf das laufende Prozedere mit dem Bebauungsplan, der öf­fentlich ausgelegt und vom Stadtrat abgesegnet werden muss. Außerdem muss das Vorhaben letztlich auch finanziell unterfüttert werden. Bis Ende 2020 sind für den Südpark im Wesentlichen lediglich Gelder für den Bau zwei neuer Wege eingeplant, deren Bau unlängst begonnen hatte.

50 Jahre Pinguin-Café

Eröffnet wurde das Pinguin-Café 1969 – also vor 50 Jahren, und zwar nicht in Dresden, sondern in Berlin. Dort war es Teil einer Ausstellung zum 20. Republikgeburtstag.

Entworfen hat den Pavillon der Architekt Erich Lippmann.

Nach Dresden kam das Café erst einige Jahre später. Am 14. Juli 1973 wurde es im Zoo eröffnet.

Seinen Namen verdankt es der im Zoo benachbarten Pinguin-Anlage. Ein 20 Meter langes Wandfries im Pavillon zeigte Pinguine am Südpol.

Platz bot der Pavillon für bis zu 50 Besucher, weitere 200 Gäste konnten auf der Terrasse bewirtet werden.

Als Ersatz für den maroden Pavillon eröffnete im März 2018 das neue Pinguin-Café im Dresdner Zoo.

Von Sebastian Kositz

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