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Lokales Peace Academy der Frauenkirche mit Friedenszeichen aus Dresden
Dresden Lokales Peace Academy der Frauenkirche mit Friedenszeichen aus Dresden
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16:47 21.05.2018
In diesem Jahr waren 180 junge Menschen aus Deutschland und etwa 140 aus gut 30 weiteren Ländern angereist.
In diesem Jahr waren 180 junge Menschen aus Deutschland und etwa 140 aus gut 30 weiteren Ländern angereist. Quelle: Dietrich Flechtner
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Dresden

Die Peace Academy der Frauenkirche in Dresden möchte weiter für Völkerverständigung werben. „Begeisterte Jugendliche geben ein Friedenszeichen aus Dresden. Ihr Engagement für Verständigung, Versöhnung und Frieden macht unsere Welt wertvoller“, sagte Frauenkirchen-Pfarrer Sebastian Feydt am Pfingstmontag zum Abschluss des mehrtägigen Treffens.

In diesem Jahr waren 180 junge Menschen aus Deutschland und etwa 140 aus gut 30 weiteren Ländern angereist. Selbst aus fernen Staaten wie der Inselrepublik Kiribati im Pazifischen Ozean, aus Botswana im Süden Afrikas oder den USA kamen Teilnehmer nach Dresden. Unter ihnen befanden sich auch Flüchtlinge, die in Dresden und Erfurt eine neue Heimat gefunden haben.

Ihren Pfingstgottesdienst hatte die Frauenkirche unter den Slogan „Alles im Lot?“ gestellt. Ein Lot wurde symbolisch vom Kuppelkreuz in den Kirchenraum herabgelassen. Diakon Michael Zimmermann machte in seiner Predigt klar, dass Werte nicht einfach vom Himmel fallen. Glaube, Liebe, Hoffnung und Barmherzigkeit brauchten Botschafterinnen und Botschafter, die für sie eintreten und sie leben, sagte er.

Die 5. Friedensakademie stand unter dem Motto „Was ist dir die Welt wert?“ und drehte sich um Themen wie Nachhaltigkeit, Umwelt- und Klimaschutz, Waffenhandel oder Atomwaffenfreiheit. Zugleich ging es darum, wie man mittels globaler Kommunikationssysteme Menschen und Projekte besser miteinander verknüpfen kann. Bei einem Planspiel zum Terrorismus diskutierten die Teilnehmer ethische Grundwerte in Extremsituationen.

„Die Frauenkirche ist ein Ort, an dem das Engagement für Frieden und Toleranz zwischen Völkern und Religionen seinen Ausdruck findet. Dieses Anliegen ist aktueller denn je“, hatte Pfarrer Feydt zu Beginn des Treffens gesagt. Die diesjährige Academy habe sich von früheren Ausgaben darin unterschieden, dass die Welt sehr viel instabiler wahrgenommen wird. Dennoch verfolge das Treffen den Ansatz, auch positive Trends wie den erfolgreichen Kampf gegen Krankheiten und Hunger auf der Welt ins Bewusstsein zu rufen.

dpa