Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Lokales Ortsbeirat verlangt breitere Radwege an Großenhainer Straße
Dresden Lokales Ortsbeirat verlangt breitere Radwege an Großenhainer Straße
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:52 15.08.2018
Zwei Meter breite Radfahrstreifen fordert der Ortsbeirat Pieschen an der Großenhainer Straße. Quelle: Dietrich Flechtner/Archiv
Dresden

Die Sanierung der Großenhainer Straße kommt so langsam in Fahrt. Für bereits existierende Pläne für den Abschnitt Liststraße bis Conradstraße inklusive der Haltestelle Liststraße laufe das Genehmigungsverfahren, soll 2020 gebaut werden, sagte DVB-Planer Thomas Geßner am Dienstagabend dem Ortsbeirat Pieschen. Ein Jahr darauf schon sollen die Bauleute im sich daran anschließenden 650 Meter langen Abschnitt von der Riesaer Straße bis zum Trachenberger Platz tätig werden. Die Pläne dazu müssen allerdings noch beschlossen werden.

Der Entwurf sieht im Wesentlichen einen Ausbau im Bestand vor. Für mehr mangele es der Stadtverwaltung derzeit an Kapazitäten, heißt es aus dem Stadtplanungsamt. Bis das einmal anders ist, können die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) jedoch nicht warten: Sie müssen auf der Strecke die Gleise im breiteren Abstand voneinander verlegen, damit dort die neuen, breiteren Stadtbahnwagen fahren können. Die ersten von ihnen werden in fünf Jahren erwartet und sollen dann unter anderem zuerst auf der Linie 3 eingesetzt werden. Deswegen führen die DVB die Sanierung der zur Strecke der „3“ gehörenden Großenhainer Straße in ihrer Regie durch.

Neben dem Gleisabstand ändert sich im Wesentlichen, dass die Haltestelle Zeithainer Straße barrierefrei ausgebaut wird und die Straße durchgehende Radfahrstreifen in beiden Richtungen in der Normbreite von 1,85 Metern erhält. Für Autofahrer ist dann in den meisten Abschnitten kein Platz mehr, um neben der Straßenbahn zu fahren. Das ist nach dem Ausbau nur noch am Trachenberger Platz und in stadtauswärtiger Richtung ab der Weinböhlaer Straße bis zum Listplatz möglich. Daran soll nach dem Willen des Ortsbeirats Pieschen noch gedreht werden.

Das Gremium teilt den Wunsch der Verwaltung, die Großenhainer Straße für Radfahrer sicherer zu machen. Die Straße mit dem Zweirad zu befahren sei bisher „sehr abenteuerlich“, wie Ortsbeirat Joachim Adolphi (Linke) sagte. Da Autos ohnehin kaum an der Straßenbahn vorbeikönnen, könnte man den Radlern auch mehr Platz zuschlagen, um die Strecke attraktiver für sie zu machen, argumentierte SPD-Ortsbeirat Stefan Engel und fand Zustimmung unter den versammelten Ortsbeiräten. DVB und Stadt sollen nun prüfen, ob nicht ein zwei Meter breiter Radfahrstreifen in dem Abschnitt angeordnet werden könnte.

Außerdem gingen auf Vorschlag Engels noch drei weitere Prüfaufträge an die Verkehrsbetriebe und ins Rathaus. So wünscht sich der Ortsbeirat, die Großenhainer Straße an der Kreuzung mit der Weinböhlaer und Coswiger Straße zu verschmälern. Dort sei die Straße 30 Meter breit, was die Querung insbesondere für ältere Fußgänger beschwerlich mache. Damit Straßenbahn und Schwerlastverkehr sich an der stauanfälligen Doppelkreuzung mit Riesaer Straße und Harkortstraße nicht gegenseitig blockieren, sollen dort die Gleise etwas in Richtung Pestalozziplatz verschoben werden, so dass in stadtauswärtiger Richtung mehr Platz entsteht. Ebenso sollen Busse in stadtauswärtiger Richtung auch am Pestalozziplatz halten, so wie sie das in stadteinwärtiger Richtung derzeit schon tun.

Eine klare Forderung gab der Ortsbeirat zum Erhalt der Straßenbäume ab. Fünf von ihnen müssen vor allem wegen einer Aufweitung am Trachenberger Platz weichen. Den Verlust sollen acht Baumpflanzungen an anderer Stelle in diesem Abschnitt der Großenhainer Straße ausgleichen. „Straßenbäume sind für ein angenehmes Stadtklima gerade im Sommer extrem wichtig“, begründet Ortsbeirat Engel. „Durch den Klimawandel werden sich gerade die dichtbebauten Teile von Dresden immer weiter erhitzen. Bäume die wir jetzt nicht pflanzen, werden wir in 30 Jahren vermissen.“

Von Uwe Hofmann

Kommentare 0 Nutzungsbedingungen
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Dresdner Stadträtin Ulrike Caspary vom Bündnis 90/Die Grünen und Ortsbeirat Bert Kaulfuß hatten bei der Deutschen Bahn und der Landeshauptstadt angefragt, weshalb die Brücke am Nachtflügelweg in der Dresdner Heide abgerissen wurde.

15.08.2018

Nach derzeitigem Stand haben bei dem Brückeneinsturz in Genua mehr als 40 Menschen ihr Leben verloren. Die DNN haben mit Dr. Manfred Curbach von der TU Dresden gesprochen, ob ein ähnliches Szenario auch in der Elbstadt möglich wäre.

15.08.2018
Lokales Neue Asyleinrichtung in Dresden - Bis zu 24 Monate Aufenthalt im Ankerzentrum

Die Landeshauptstadt Dresden weiß zwar, dass der Freistaat ein Ankerzentrum mit zwei Standorten in Dresden einrichten will. Ein konkretes Konzept für den Betrieb der Einrichtung liege ihr aber nicht vor, sagt Sozialbürgermeisterin Kris Kaufmann (Die Linke). Der Freistaat sollte mehrere Prämissen setzen.

15.08.2018