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Lokales Operation Umzug gestartet
Dresden Lokales Operation Umzug gestartet
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15:50 21.01.2019
Stepanie Erler räumt Medikamente in die Schränke des neuen Chirurgischen Zentrums am Uniklinikum. Quelle: Dietrich Flechtner
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Dresden

Ihre Tasche ist gepackt und liegt neben Maria Böhmer auf dem Krankenhausbett. Die Dresdner Patientin Maria Böhmer ist die erste des großen Umzugs verschiedener Stationen am Uniklinikum in das neue Chirurgische Zentrum.

Zwei Transporteure schieben die 75-jährige die langen Gänge entlang. Neben ihr läuft mit einer vollgepackten Organisationsmappe unterm Arm die pflegerische Stationsleiterin Grit Rau. Den ersten von 34 Patientennamen auf der Liste kann sie abhaken. Am Mittwoch werden noch einmal 34 Patienten aus der Orthopädie und Unfallchirurgie in das Chirurgische Zentrum in Haus 32 umziehen. Dann folgen in den kommenden Wochen die Neurochirurgie, Anästesiologie und zum Schluss die Intensivpatienten.

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„Wir ziehen im vollen Betrieb um“, sagt Rau. Dafür muss viel organisiert werden. Wer bekommt schon Mittagessen auf der neuen Station, wer noch auf der alten? Wer ist Diabetiker und braucht eine besondere Beobachtung? Außerdem müssen Geräte installiert und Medikamentenschränke einsortiert werden. „Das Team war sehr aufgeregt“, berichtet die 49-jährige Rau. Bereits vor einem halben Jahr

Für Böhmer, die in der vergangenen Woche operiert wurde, bedeutet der Umzug eine Verbesserung. „Nun teilen sich nur noch zwei Patienten ein Bad“, berichtet sie. Auf der bisherigen Station waren es bis zu sechs.

Auf dem Gang rollen bereits die nächsten Patienten samt Gepäck und nötigen Überwachungsgeräten heran. Der Vollbetrieb des 111 Millionen teuren Zentrums wird im April aufgenommen, dann werden auch 17 hochmoderne OP-Säle an den Start gehen. Bis 132 Patienten können in dem OP-Zentrum, das zu den modernsten Europas gehören wird, versorgt werden. Dafür entstehen 190 Arbeitsplätze in dem fünfstöckigen Haus, das auch eine der in Deutschland größten Sterilisationen für OP-Besteck und medizinischer Geräte befindet, in dem rund um die Uhr gearbeitet wird.

Die rund 11 000 Quadratmeter Nutzfläche sollen möglichst effizient sein und kurze Wege für Patienten und Personal bieten. Statt einzelnen Arztzimmern und OP-Sälen den jeweiligen Kliniken, wie Orthopädie oder Unfallchirurgie zuzuordnen, wird ihre allgemeine Funktion festgelegt: Zum Beispiel „Ambulanz“. Hier können dann aber Patienten verschiedener chirurgischer Spezialgebiete ambulant versorgt werden.

Von Tomke Giedigkeit