Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Lokales Offener Streit um Zukunft der BRN – Die Linke fordert Befragung der Neustädter
Dresden Lokales Offener Streit um Zukunft der BRN – Die Linke fordert Befragung der Neustädter
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:59 09.09.2015
Das Dresdner Ordnungsamt überflog das Festgebiet mit einer Drohne und nahm unter anderem dieses Bild auf.
Das Dresdner Ordnungsamt überflog das Festgebiet mit einer Drohne und nahm unter anderem dieses Bild auf. Quelle: Stadt Dresden
Anzeige

Damit solle den Fragen Raum gegeben werden, wie sich die BRN verträglicher für den Stadtteil gestalten ließe. Bisherige Versuche, die Mitwirkung an der BRN verantwortlicher zu gestalten, gelten als gescheitert, so die Linke. 

Es sei wenig hilfreich, wenn das Ordnungsamt verkündet, die BRN werde auf jeden Fall, ob mit oder ohne Hilfe der Schwafelrunde stattfinden. So stehe der Verdacht im Raum, die Stadtverwaltung wolle das Fest vielleicht ganz anders organisieren oder künftig eine Agentur beauftragen, orakelt die Partei.

Die Hauptfrage müsse sein, wie die Anwohner die BRN sehen. "Wir haben mit der BRN eine riesige Chance für die Stadt Dresden. Dies gilt nicht in erster Linie für die Gastronomie und die Getränkeindustrie. Junge Menschen finden Dresden gut, eben weil es auch so ein Stadtteilfest wie die BRN hier gibt. Diese hat aber nur eine Zukunft, wenn die Leute, die dort wohnen ihr Fest auch akzeptieren und sich daran beteiligen wollen“, so Linken-Politikerin Annekatrin Klepsch.

Die Linke fordert die Stadtverwaltung auf, sich konstruktiv an der Diskussion um das Straßenfest zu beteiligen und sich nicht schon vor Abschluss des Dialoges einseitig fest zu legen.

Unterdessen tobt ein offener Streit um die Zukunft der BRN: Während die Schwafelrunde, zu der unter anderem Stadteilhaus-Chefin Ulla Wacker und Stefan Schulz vom Vorstand der Werbegemeinschaft Dresden-Neustadt gehören, für eine Festpause plädieren, will der Kultur Aktiv e.V. den „Republik“-Geburtstag auch 2016 nicht ausfallen lassen. Er fordert einen „Rücktritt der Schwafelrunde statt dem BRN-Tod“. Mirko Sennewald, selbst Mitglied der Schwafelrunde und Vorstand des Vereins Kultur Aktiv, meint, „die Forderung eines Aussetzen des Festes kommt einem Todesstoß gleich“.

Es sei naiv, zu glauben, dass die BRN danach „mit diesem Charakter jemals wieder stattfinden wird“.   Sennewald meldet sich mit Blick auf die BRN-Diskussion zu Wort, die am 8. Juli (19 Uhr) in der Scheune stattfinden soll. Dazu hat die Schwafelrunde eingeladen. Thema soll die Zukunft der „Bunten Republik“ sein. Sennewald fordert „einen Neustart“, für den sich bei diesem Treffen ein neues Gremium zusammenfinden könnte. Das soll mit mehr „personeller Power“ ausgestattet sein, als es die Schwafelrunde ist.  

Das Gremium soll mehr für die BRN trommeln und das Fest zugleich stärker als Beispiel für ein „gelebtes,, weltoffenes, buntes und tolerantes Dresden“ in den Blick rücken- „im Gegensatz zu Pegida & Co“, meint der Kultur Aktiv e.V. Sennewalds Fazit: Die Schwafelrunde hat ausgedient. Die Mitglieder der Gruppe seien in den vergangenen fünf Jahren „an ihre Grenzen gegangen und gekommen“. „Bei aller berechtigten Kritik am Fest, aber Bessermachen kommt vom aktiven Tun und eben nicht vom Nichttun“, gibt er mit Blick auf die drohende BRN-Absage für das nächste Jahr zu bedenken.

cs/jv