Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Lokales Nur noch fünf Entwürfe im Rennen
Dresden Lokales Nur noch fünf Entwürfe im Rennen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:53 20.09.2018
Streng geheim: Die Entwürfe für den Neustädter Markt und das Königsufer. Quelle: LVZ
Dresden

Wie diametral sich doch die Meinungen zu städtebaulichen Entwürfen unterscheiden können. „Schönes Einpassen in die bisherige Bebauung und viele Grünflächen“, hat ein Betrachter auf einen gelben Zettel geschrieben und an einen Plan gepinnt. Wenige Zentimeter unter dem Lob prangte ein vernichtender Kommentar auf einem orangen Zettel: „Zu viel Beton, keine Grünflächen mehr, Barockviertel zugebaut.“

Die Stadtverwaltung hat am Mittwochabend im Landhaus beim zweiten „Bürgerblick“ die Entwürfe für die Gestaltung des Neustädter Marktes und des Königsufers vorgestellt, die von der Wettbewerbsjury in der vergangenen Woche ausgewählt worden waren. 28 Architekturbüros aus Deutschland und Europa hatten sich Gedanken über die Aufgabe gemacht, wie die innerstädtischen Freiräume auf der Neustädter Elbseite in eine zeitgemäße Form gefasst werden können

Spagat zwischen Bürgerbeteiligung und Wettbewerbsregularien

Eigentlich sollte die Jury acht Büros und zwei Nachrücker auswählen, die bis Anfang nächsten Jahres ihre eingereichten Entwürfe vertiefen dürfen. Doch die Preisrichter haben sich für nur fünf Entwürfe entschieden. „Wir haben nach mehreren Rundgängen die fünf Arbeiten ausgesucht, von denen wir uns eine Lösung der anstehenden Probleme versprechen“, erklärte Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Bündnis 90/Die Grünen). Der Festsaal des Landhauses war bis zum letzten Platz gefüllt. Zahlreiche Besucher hatten sich bereits am 9. November 2017 an der Auftaktveranstaltung in der Dreikönigskirche beteiligt.

Die Jury habe sehr intensiv über die Frage diskutiert, ob nicht doch acht Entwürfe in die nächste Runde kommen sollten. „Wir haben aber mehrheitlich entschieden, dass wir es nicht voll ausreizen. Es sind aus Sicht der Jury die besten Arbeiten, die weiter diskutiert werden sollten“, so der Baubürgermeister.

Welche Entwürfe das sind? Das bleibt ein großes Geheimnis, weil die Stadtverwaltung aus rechtlichen Gründen bis zum Abschluss des Wettbewerbsverfahrens im Februar 2019 die Arbeiten nicht veröffentlicht. Zu groß sei die Gefahr, dass ein unterlegener Bewerber klagt und das gesamte Verfahren aufgehoben wird, erklärte Schmidt-Lamontain die Geheimhaltung. Diese stelle die Verwaltung vor den Spagat, auf der einen Seite so viel Bürgerbeteiligung wie möglich zuzulassen, auf der anderen aber die strengen Regularien eines städtebaulichen Wettbewerbs zu erfüllen.

Der Stadtrat will das Narrenhäusl

570 Interessenten hatten sich Anfang September die 28 eingereichten Arbeiten in der Messe Dresden angeschaut und insgesamt 2500 Kommentare abgegeben, wie Cordelia Polinna erklärte, die den Wettbewerb für die Stadt betreut. Die Kommentare seien ausgewertet worden und in die Jurysitzungen eingeflossen, betonte sie.

Wobei ein von Bürgern geäußerter Wunsch nicht erfüllt werden kann, wie Schmidt-Lamontain sagte: Der Wiederaufbau des Narrenhäusls lasse sich nicht aussetzen. „Die Beschlusslage ist eindeutig. Der Stadtrat will das Narrenhäusl.“

Der Dresdner Bauunternehmer Frank Wießner hat den Zuschlag für den Wiederaufbau des Gebäudes auf der Augustusbrücke erhalten. Er schaute sich am Mittwoch im Landhaus die fünf ausgewählten Entwürfe interessiert an. „Ich will ja schließlich wissen, wie meine künftigen Nachbarn aussehen könnten“, erklärte Wießner.

Von Thomas Baumann-Hartwig

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Eigentlich sollte die neu gegründete 148. Grundschule im kommenden Jahr an der 30. Grundschule „Am Hechtpark“ starten. Dort sollte das Schulprojekt anlaufen, bis das eigene Schulgebäude an der Lößnitzstraße fertig ist. Doch nun steht die geplante Vorgründung auf der Kippe.

19.09.2018
Lokales Nach Angst vor Pleite - Elbhangfest ist gerettet

Das Elbhangfest ist mit einem blauem Auge davon gekommen: Nach einem Besucherminus von rund 50 Prozent klaffte eine Lücke von 50.000 Euro im Festbudget. Es drohte die Pleite. Einen Großteil der Summe hat der Verein nun von Spendern bekommen. Das Fest ist gesichert. Doch es soll sich einiges ändern.

20.09.2018

Bis 2021 sollen 800 städtische Sozialwohnungen entstehen, bis 2025 soll der Bestand auf 2500 gewachsen sein. Am Mittwoch wurde der Anfang gemacht: Mit dem ersten Spatenstich für 22 Sozialwohnungen in Kleinzschachwitz.

19.09.2018