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Lokales Nur jeder vierte Asylbewerber in Dresden erhält Gesundheitskarte
Dresden Lokales Nur jeder vierte Asylbewerber in Dresden erhält Gesundheitskarte
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10:39 21.09.2019
Die elektronische Gesundheitskarte soll es jetzt auch für Asylbewerber geben. Quelle: ad/dt cu tm
Dresden

Die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte für Asylbewerberwird die Landeshauptstadt Dresden rund 170 000 Euro kosten. Fördermittel vom Freistaat Sachsen sind für die elektronische Gesundheitskarte nicht zu erwarten, teilte die Stadtverwaltung auf Anfrage der Dresdner Neuesten Nachrichten mit. Der Stadtrat soll im Dezember über die Einführung der Gesundheitskarte entscheiden. Die Stadtverwaltung hatte seit 2016 umfangreiche Verhandlungen mit Krankenkassen geführt.

Die elektronische Gesundheitskarte soll dafür sorgen, dass Asylbewerber direkt zu einem Arzt gehen können und sich nicht erst im Sozialamt einen Behandlungsschein abholen müssen, wenn sie ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen müssen oder wollen.

Schnellerer Zugang zu medizinischer Versorgung

Für die Chipkarte müssen umfangreiche Verträge abgeschlossen und die Abrechnungsverfahren für die Inhaber von Chipkarten angepasst werden, so die Verwaltung. Der Missbrauch von Chipkarten soll durch eine Personalisierung mit Foto minimiert werden. Es sei auch geplant, eine Sperrfunktion über die Telematikinfrastruktur einzuführen. Karten könnten bei einem Missbrauch aus der Ferne gesperrt werden.

Inwieweit die Chipkarte zu Einsparungen in der Stadtverwaltung führt, könne noch nicht mit Sicherheit beziffert werden. „Hauptargument des Stadtrats für die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte für Geflüchtete ist die Absenkung potenzieller Inanspruchnahmebarrieren für einen leichteren, schnelleren und möglichst diskriminierungsfreien Zugang der Anspruchsberechtigten zu medizinischer Versorgung und die Verfahrensvereinfachung“, hieß es aus dem Sozialamt.

Rund 700 Personen erhalten elektronische Gesundheitskarte

Die Verwaltung geht davon aus, dass rund 700 Personen eine elektronische Gesundheitskarte erhalten werden. Zwar hat Dresden in diesem Jahr durchschnittlich rund 2800 Asylbewerber untergebracht. Aber die Stadt rechnet damit, dass nur rund 25 Prozent davon Anspruch auf die Chipkarte haben. Unter anderem werden Personen mit Leistungseinschränkung nach Asylbewerberleistungsgesetz keine Chipkarte erhalten.

Dresden ist die einzige Kommune in Sachsen, die die elektronische Gesundheitskarte für Asylbewerber einführen will. Laut Stadtverwaltung beobachtet Leipzig aber die Entwicklung in der Landeshauptstadt, auch andere Kommunen würden die Einführung in Erwägung ziehen.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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