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Lokales Noch kein Termin für Wiederbeginn der Arbeiten an Oskarstraße
Dresden Lokales Noch kein Termin für Wiederbeginn der Arbeiten an Oskarstraße
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18:44 31.05.2018
Seit einem Jahr gilt auf der Oskarstraße ein Baustopp. Quelle: Anja Schneider
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Dresden

 Noch immer gibt es keinen neuen Termin für die Wiederaufnahme der Bauarbeiten auf der Oskarstraße. „Die Abstimmungen mit den Baufirmen laufen“, teilt Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Grüne) auf Anfrage mit. Dabei soll er seit letzter Woche – so hat er auf einer Anfrage im Stadtrat geantwortet – konkrete Angebote der Baufirmen auf dem Tisch haben. Dem Vernehmen nach gestalten sich die Verhandlungen einigermaßen kompliziert. Oder, wie es Schmidt-Lamontain formuliert: „Die Auftragnehmergemeinschaft hat ein neues Angebot vorgelegt, das noch geprüft wird.“

Dabei hat man an der Oskarstraße eigentlich keine Zeit zu verlieren. Zum Handeln drängt vor allem die geplante Verlegung einer Fernwärmetrasse. „Die kann nicht in den Wintermonaten gebaut werden“, wie der Baubürgermeister sagt. Je länger man mit dem Baubeginn wartet, desto unwahrscheinlicher ist es, dass damit im laufenden Jahr überhaupt noch begonnen wird.

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Dabei ist der Zeitplan auch so schon kompliziert genug, wenn man einen Blick darauf wirft, was an der Baustelle des ersten Abschnitts im „Stadtbahn 2020“-Projekt noch alles zu tun ist. So stehen neben dem geplanten Gleis- und Straßenbau auf der Oskarstraße zwischen Wasaplatz und Tiergartenstraße sowie dem Gleisbau auf der Tiergartenstraße noch „die Verlegung der Fernwärmetrasse, des Entlastungskanals für den Kaitzbach und weiterer Medien sowie der Aufbau der neuen Fahrleitungsanlage, Straßenbeleuchtung und Lichtsignalanlagen auf der gesamten Strecke“ an, wie Schmidt-Lamontain aufzählt.

Immerhin eine gute Nachricht gibt es: Gegen den nachgebesserten Planfeststellungsbeschluss gibt es noch keine Anwohnerklage. Das ist allerdings auch erst nach Beginn der Offenlage der Unterlagen möglich, die ab dem 21. Juni geplant ist. Den derzeit faktisch noch geltenden Baustopp hatten vergangenes Jahr einige Anwohner mit ihrer Klage beim Oberverwaltungsgericht Bautzen erzwungen. Dort fügte man von der Landesdirektion im Verfahren gemachte Formfehler und entzog das Baurecht. Sobald es nun weitergeht, will die Stadt Anwohner zu einer Versammlung im Gemeindesaal Strehlen einladen. Vielleicht kann so eine neuerliche Klage vermieden werden.

Von Uwe Hofmann