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Lokales Nobelbetrüger hat ein Faible für teure Hotels
Dresden Lokales Nobelbetrüger hat ein Faible für teure Hotels
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14:16 20.02.2019
Fabian S. zog sogar seine Freunde ab, um an Geld zu kommen. Quelle: picture alliance / dpa
Dresden

„Ich frage mich, warum tut er einem so etwas an. Ich bin eine alleinerziehende Mutter und habe wenig Geld, aber ich brauchte das Auto, um überhaupt arbeiten zu können“ fragte eine 39-jährige Frau verbittert. Sie war wie andere auch von Fabian S. geprellt worden.

Der 34-Jährige muss sich derzeit wegen Betruges, Unterschlagung und Körperverletzung vor dem Amtsgericht verantworten. Die Anklagen waren umfangreich: Er soll sich in Dresden mehrere Hotels eingemietet, aber weder Unterkunft noch Speisen und Getränke bezahlt haben. Und Fabian S. nahm keine kleine, preiswerte Pension – nein, das Beste ist für ihn gerade gut genug. Er mietete sich im Steigenberger ein, im Hotel am Blauen Wunder oder der Villa „Via Lapis“ am Elbhang. Auch was Autos betrifft hat Fabian S. ein Faible für nobel und teuer. Sein Traum ein „Tesla“ für stolze 118 000 Euro. Der gelernte Schlosser verfügte nicht über das Geld und soll so versucht haben den Besitzer einfach übers Ohr zu hauen, was nicht gelang.

Auch vor Freunden und Bekannten machte der Angeklagte nicht halt. Eine seiner Lebensgefährtinnen hatte ihm gestattet, ihr Auto zu nutzen, während sie auf Arbeit ist. „Als ich eines Abends nach Hause kam, waren seine Sachen weg, die Fahrzeugpapiere, der Zweitschlüssel und mein Auto und er war nicht mehr zu erreichen“, erzählte die Frau. Fabian S. verkaufte ihr Auto für 4000 Euro und behielt das Geld.

Einer Bekannten versprach er, ihr beim Kauf eines Pkws zu helfen. Sie einigten sich auf einen Nissan für 1200 Euro – er wollte alles regeln. Sie übergab ihm das Geld und er verschwand. „Ich brauchte das Auto. Vier Wochen hat er mich vertröstet und immer neue Ausreden gehabt. Als ich ihm sagte, dass ich zur Polizei gehe, hat er gedroht, mich fertig zu machen“, sagte die 39-Jährige.

Das war vielleicht keine leere Drohung. Fabian S. kann wohl auch handgreiflich werden. Das bekam eine weitere Lebensgefährtin zu spüren, die er im Beisein ihrer Tochter schlug und würgte. „Meine Tochter war wie versteinert und wusste nicht, was sie machen sollte.“ Der Angeklagte äußerte sich, außer dem Hinweis, dass er Rückenschmerzen habe, nicht. Der Prozess wird fortgesetzt.

Von Monika Löffler

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