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Lokales Nicht ganz dicht in Dresden: Sechs Monate ohne Bewährung für Bahnpinkler
Dresden Lokales Nicht ganz dicht in Dresden: Sechs Monate ohne Bewährung für Bahnpinkler
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19:20 05.10.2019
Symbolbild Quelle: picture-alliance/ dpa
Dresden

„Ich weiß nicht, warum ich das getan habe.“ Dieser Satz zog sich durch die gesamte Verhandlung gegen Jan H. Der 29-Jährige räumte brav alle Tatvorwürfe ein, kann sich aber angeblich nicht erinnern – weder daran, dass er Polizisten als „Fotzen“ und „Bullenschweine“ beleidigt oder in Geschäften geklaut haben soll. Er weiß auch nicht, warum er am Hauptbahnhof und in einer Straßenbahn den Hitlergruß zeigte. Er habe ein Loch im Gedächtnis.

Aber auch weiter unten war er manchmal etwas undicht. So am 26. März in einer Straßenbahn der Linie 13. Er erledigte dort nicht nur sein kleines, sondern auch sein großes Geschäft, setzte sich dann mit seinem beschmierten Hintern auf die Polstersitze und beschmierte die mit den Händen mit der braunen Masse. Diesmal ohne Hitlergruß.

„Mir passieren solche Sachen immer, wenn ich was getrunken habe“

„Ich weiß nicht warum. Es ist mir peinlich“. Das sollte ihm die Riesenschweinerei auch sein. 2000 Euro kostete die Beseitigung. „Mir passieren solche Sachen immer, wenn ich was getrunken habe“, erklärte er. Sein Mandant verliere dann die Contenance, ergänzte sein Anwalt.

Jan H. hat ein Alkoholproblem und war bei einigen der Taten auch angetrunken, aber nicht total blau. Warum er trinkt, weiß er nicht, auch nicht, warum er Entgiftungen und Therapien abbrach oder rückfällig wurde.

„Ich kann nicht glauben, dass sie heute hier rausgehen und nicht sofort wieder zur Flasche greifen“, erklärte der Richter. Urteil: Sechs Monate ohne Bewährung plus 100 Tagessätze á zehn Euro für einen unbezahlten Strafbefehl in anderer Sache.

Von Monika Löffler

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