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Lokales #NeustartKlima: „Fridays for Future“ mobilisiert in Dresden Tausende
Dresden Lokales #NeustartKlima: „Fridays for Future“ mobilisiert in Dresden Tausende
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21:23 29.11.2019
Demonstration von „Fridays for Future am 29.11.2019 in Dresden. Quelle: Anja Schneider
Dresden

Viele hundert Menschen wuseln am frühen Freitagnachmittag über den Theaterplatz. Jung trifft alt – gemeinsam hisst man Transparente, Schilder und Banner. Darauf Sprüche wie „Make The Earth Great Again“ (zu deutsch: Macht die Erde wieder großartig), „Bagger Mich Nicht An!“ oder „Pariser Klimaziele Einhalten“. Trillern manche mit ihren Pfeifen, rufen andere den altbekannten Schlachtruf: „What do we want? Climate Justice! When do we want it? Now!“ (zu deutsch: Was wollen wir? Klimagerechtigkeit! Wann wollen wir es? Jetzt!)

Das Motto: #NeustartKlima

Der Grund ist fast schon selbsterklärend. Unter dem Motto „#NeustartKlima“ mobilisierte die Bewegung „Fridays for Future“ weltweit wieder hunderttausende Menschen für ihren nunmehr vierten „Global Climate Strike“. Auch in Dresden: Sind es anfangs nur einige hundert, steigt die Zahl der Protestler im Verlauf der Demonstration auf mehrere tausend.

Das Datum ist alles andere als willkürlich. Am 2. Dezember treffen sich in Madrid Politiker aller UN-Staaten zur Weltklimakonferenz, um die Einhaltung der internationalen Klimaziele zu prüfen. „Und Deutschland steht mit leeren Händen da“, heißt es von „Fridays for FutureDeutschland. Das „lächerliche Klimapaket vom 20. September“ sei maßgebend dafür, dass die Bewegung und zahlreiche unterstützende Organisationen einen Neustart fürs Klima fordern. Es brauche Maßnahmen, die tatsächlich Chancen auf eine Klimaneutralität bis 2035 bringen. Dazu zählen ein Ausstieg aus der Kohle, eine Neuauflage der Energiewende und das Ende von Subventionierungen für Kohl, Öl und Gas.

Zwei Demonstrationszüge zogen im Sternmarsch zum Theaterplatz

Doch zurück zu Dresden: Nach und nach füllt sich der Theaterplatz. Rhythmische, elektronische Musik beschallt die Menge. Einer der beiden Demonstrationszüge ist kurz nach 13 Uhr auf dem Gelände eingetroffen – zusammen mit dem Herzstück: dem Frontwagen, inklusive Musikanlage. Dieser zog bereits um 12 Uhr vom Alaunplatz aus in Richtung Altstadt. Ein anderer machte sich vom Hörsaalzentrum aus auf den Weg. Im Sternmarsch liefen die beiden Züge am Theaterplatz zusammen.

Als die „Students for Future“ eintreffen, ist das Areal rund um die Semperoper voll. Rund zehn Minuten später beginnt die Auftaktkundgebung. Dann setzen sich die Protestler in Bewegung.

Die Route verlief einmal durch die Dresdner Innenstadt

Vom Theaterplatz geht es in Richtung Postplatz und Prager Straße. Immer wieder ertönen Sprechchöre: „Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut“ – Passanten reagieren überraschend positiv. Von der Prager Straße geht es weiter, vorbei am Rathaus und dem Pirnaischen Platz bis hin zur Synagoge. Von dort aus zum Terrassenufer – bis die Runde durch die Innenstadt wieder am Theaterplatz endet.

Um den Zug der 4 000 (Polizei) beziehungsweise 7 000 (Veranstalter) Demonstranten zu schützen, waren 115 Beamte der Polizei im Einsatz. Diese hatten allerdings wenig zu tun. „Es war absolut friedlich“, sagt Stefan Grohme von der Dresdner Polizei gegenüber DNN.

Das Finale: Der vierte globale Klimastreik

Der vierte globale Klimastreik von „Fridays for Future“ war nur das Finale einer Woche voller Aktionen: Die „Students for Future“ hatten in Zusammenarbeit mit „Fridays for Future“ die „Public Climate School“ an der TU Dresden initiiert. Eine Woche lang bot diese ein Alternativprogramm zum Uni-Alltag rund um das Thema Nachhaltigkeit.

Von Felix Franke

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