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Lokales Neustart für Elektronikzentrum der TU Dresden
Dresden Lokales Neustart für Elektronikzentrum der TU Dresden
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10:52 28.09.2019
Seit 2012 arbeiten die Wissenschaftler am Zukunftselektronik-Zentrum Cfaed an der TU Dresden an der Nanoelektronik von morgen. Hier präpariert Alexander Lee ein Experiment in der Cfaed-Abteilung für organische Bauelemente. Quelle: Heiko Weckbrodt
Dresden

Chemische Rechner, Chips aus Nanoröhrchen, Elektronik, die sich von selbst zusammenbaut – seit 2012 haben die Wissenschaftler am Zukunftselektronik-Zentrum Cfaed an der TU Dresden an der Nanoelektronik von morgen gearbeitet, die sich wahrscheinlich stark an der Natur als Vorbild orientieren wird. Im Oktober jedoch versiegt das Bundesexzellenzgeld für die Forscher: Zur allgemeinen Verblüffung in Sachsen sind sie in der jüngsten Exzellenzmittel-Verteilrunde der „Deutschen Forschungsgemeinschaft“ (DFG) nicht mehr zum Zuge gekommen.

Doch die Forscher wollen weitermachen. Immerhin habe sich das Zentrum seit 2012 „als ein Katalysator für viele andere Projekte und Forschungen und für das Halbleitercluster Dresden ergeben“, betonte Cfaed-Chef Professor Gerhard Fettweis. Das sehen Uni und Freistaat auch so und wollen das Zentrum deshalb nun aus eigener Kraft fortführen – wenn auch in kleinerem Umfang.

Mobilfunk-Experte Prof. Gerhard Fettweis Quelle: Heiko Weckbrodt

Professoren und Forschungsgruppen können weiter bezahlt werden

Für das „Cfaed II“ wird es demnach dauerhaft drei Millionen Euro pro Jahr geben, die das Wissenschaftsministerium und Uni etwa je zur Hälfte finanzieren. Das hat TU-Forschungs-Prorektor Gerhard Rödel am Freitag am Rande eines Abschluss-Kolloquiums für das Cfaed I auf DNN-Anfrage mitgeteilt. Das ist zwar deutlich weniger als die rund sieben Millionen Euro Exzellenzgeld, die das Cfaed I bisher etwa jährlich zur Verfügung hatte.

Aber durch diese neue Grundfinanzierung könne das Zentrum zumindest weiter seine sieben Professoren und sechs Forschungsgruppen bezahlen, schätzten Rödel und Cfaed-Sprecher Matthias Hahndorf ein. Zudem behält das Cfaed sein Hauptquartier am Barkhausenbau und seinen besonderen Status als ein direkt dem Rektorat unterstelltes Querschnitts-Zentrum, betonte Rödel.

Gute Reputation: Idee könnte aufgehen

Dafür wird Fettweis die Leitung an ein neues Direktorat übergeben, zusammengesetzt aus den Cfaed-Professoren. „Wir setzen darauf, dass diesem Bord gelingt, weitere Drittmittel zu akquirieren“, sagte Rödel. Dann könne das Zentrum auch wieder mehr in die Forschung selbst investieren. Angesichts der guten Reputation der Cfaed-Forscher könnte diese Idee auch aufgehen.

Große Erwartungen knüpfen sich beispielsweise an Professor Xinliang Fengs Arbeiten mit 2D-Materialien – hier hofft die Uni auf einen neuen Sonderforschungsbereich mit DFG-Geldern. Auch der Pfad „organische Elektronik“ könnte einen solchen neuen Sonderforschungsbereich hergeben, spekuliert Rödel. Nicht zuletzt sind die Cfaed-Professoren generell recht erfahren darin, externe Geldgeber für ihre Projekte zu begeistern.

Von Heiko Weckbrodt

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