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Lokales Neuer Wasaplatz: Anwohner klagen über Parkplatznot
Dresden Lokales Neuer Wasaplatz: Anwohner klagen über Parkplatznot
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09:39 09.03.2020
Verkehrte Welt auf dem Wasaplatz: Fein säuberlich stehen Autos auf der frisch gestalteten Marktfläche im absoluten Halteverbot. Auf den Stundenparkplätzen (unten) herrscht dagegen gähnende Leere. Quelle: Annafried Schmidt
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Dresden

Mobipunkt, Marktfläche und mehr Lebensqualität: Der Wasaplatz zeigt seit seinem Umbau ein gänzlich anderes Gesicht. Doch Anwohner fremdeln mit der Neugestaltung. Vor allem weil Parkplätze weggefallen sind, gibt es Knatsch.

Dieses Phänomen lässt sich immer wieder beobachten: Mitten auf dem Wasaplatz stellen Anwohner oder die Gäste der umliegenden Läden und Gastronomiebetriebe ihre Autos ab. Das war vor der Umgestaltung des Platzes möglich, ist aber seither nicht mehr erlaubt, weil dort eine Fläche für Wochenmärkte und andere Veranstaltungen entstanden ist. Überhaupt sind am Wasaplatz nach dem Umbau nur noch einige Kurzzeitstellplätze geblieben. Zur Kreischaer Straße hin herrscht Parkverbot, zur Oskarstraße hin sind die Stellplätze für zum Mobilitätspunkt gehörende Leihautos reserviert. Parken können Anwohner eigentlich nur noch auf der kurzen Stichstraße in Richtung Kaitzbachweg.

Marktfläche zählt als Fußweg – Parkverbot

Die Stadt weiß von dem Problem, sieht es aber nicht allzu dramatisch. Der Wasaplatz werde seit dem Januar „im Rahmen der regulären Kontrollen“ von Mitarbeitern des Ordnungsamts „bestreift“. Ein „besonderer Kontrollschwerpunkt“ sei er nicht. Bisher habe das Ordnungsamt zwölf Knöllchen wegen Parkens auf dem Fußweg verteilt. Denn als Fußweg zählt die Marktfläche – deshalb steht dort auch kein separates Parkverbotsschild. Noch keines der Fahrzeuge wurde abgeschleppt, heißt es aus dem Ordnungsamt.

Wochenmarkt soll vor Ostern starten

Mag sein, dass sich die entspannte Haltung zum Fußwegparken auf dem Wasaplatz im Frühjahr ändert, wenn das Parkverbot auf dem Wasaplatz bis dahin noch nicht bei allen durchgesickert ist. Denn voraussichtlich vor Ostern soll der neue Wochenmarkt starten. Die Deutsche Marktgilde eG will dann donnerstags und sonnabends dafür sorgen, dass an Ständen frische Waren auf der Marktfläche angeboten werden.

Entscheid über Parkplätze erst in ein paar Monaten

Es bleibt das Parkproblem. Dafür zeichnet sich keine Lösung ab. Derzeit gebe es zumindest keine Überlegungen, neue Parkplätze einzurichten, heißt es aus dem Straßen- und Tiefbauamt. Außerdem sei es nach Ansicht der Behörde noch zu früh, über die Kurzzeitparkplätze zu diskutieren. Die seien nach Ansicht einiger Anwohner kaum belegt und könnten sich in Dauerparker umwandeln lassen. Nach etwa zwei Monaten sei es noch zu früh, um Aussagen zur Auslastung ableiten zu können, meint man jedoch im Rathaus. Auch müsse noch eine andere Jahreszeit abgewartet werden. „Ob ein Teil dieser Parkstände wieder für Dauerparker nutzbar gemacht werden kann, wird nicht vor einem halben Jahr Anlaufphase entschieden.“

Aus dem gleichen Grund könne eine Ausweitung des Carsharing-Angebots am Mobipunkt noch nicht beschlossen werden. Dazu ist die Beobachtung der Anwohner, dass meist alle Teilautos ausgeliehen seien, die Nachfrage also sehr hoch sei. Ob das Carsharing-Angebot ausgebaut wird, müsse letztlich Anbieter Teilauto anmelden.

Anwohnerparkzone unwahrscheinlich

Und schlechte Karten hat auch, wer rings um den Wasaplatz auf eine Anwohnerparkzone hofft. Zwar ist das Umfeld des Wasaplatzes im Verkehrsentwicklungsplan 2025+ als mögliches Bewohnerparkgebiet Strehlen benannt. Aber konkrete Absichten dazu verfolgt man im Stadtplanungsamt nicht. Zuvor müsste man noch in einer langwierigen Parkraumuntersuchung klären, ob sich das Gebiet für Bewohnerparken eignet. In den nächsten zwei Jahren habe sich das Stadtplanungsamt jedoch andere Untersuchungsschwerpunkte im Arbeitsplan gesetzt, heißt es dazu auf Nachfrage.

Von Uwe Hofmann

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