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Lokales Neuer Fahrraddienst aus den Niederlanden kommt nach Dresden
Dresden Lokales Neuer Fahrraddienst aus den Niederlanden kommt nach Dresden
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08:51 27.03.2019
Das niederländische Start-up-Unternehmen Swapfiets bietet Fahrräder als Dauerverleih an. Quelle: Dirk Knofe
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Dresden

Die aufmerksamen Bürger haben sie vielleicht schon auf den Radwegen der Stadt Leipzig bemerkt: Schwarze Fahrräder mit einem blauen Vorderreifen, versehen mit der Aufschrift „Swapfiets“. Hinter diesem Namen steckt ein niederländisches Start-Up. Das englische Verb „to swap“ steht dabei für tauschen, das niederländische Wort „fiets“ bedeutet Fahrrad – ein „Tauschfahrrad“ also. In den kommenden Monaten sollen die Fahrräder auch im Dresdner Stadtbild zu sehen sein.

Swapfiets verkauft oder verleiht seine Drahtesel nicht, sondern bietet eine Art „Fahrrad-Leasing“ an. Für 17,50 Euro im Monat (oder 15 Euro für Studenten) wird Nutzern ein Rad zur Verfügung gestellt, das sie behandeln können wir ihr eigenes. Das Unternehmen wirbt mit einem Rund-Um-Sorglos-Service.

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Innerhalb von 24 Stunden soll man im Sattel sitzen

Natürlich könne man sich auch für 50 Euro ein gebrauchtes Rad kaufen, statt über 200 Euro jährlich für ein Swapfiets auszugeben, sagt Andreas Geiger. Der 34-jährige hilft seit Januar als Regionalmanager beim Aufbau des Swapfiets-Service in Leipzig, Dresden und Halle. „Womöglich zahlt man aber ebenso viel Geld für Reparaturen. Unser Service bedeutet, dass der Kunde immer ein funktionsbereites Rad zuhause stehen hat und sich nicht selbst kümmern muss“, so Geiger über das Geschäftsmodell.

Sollte etwas an dem Zweirad kaputt gehen, kommt innerhalb von 24 Stunden ein Mitarbeiter zum Reparieren vorbei. Wenn es nicht möglich ist, das Rad in zehn Minuten auf Vordermann zu bringen, wird es durch ein fahrtüchtiges Exemplar ausgetauscht. Die Kommunikation mit den Kunden erfolgt dabei denkbar einfach über WhatsApp, Facebook, die Swapfiets-App oder einen Anruf. Wird das Fahrrad geklaut, zahlt der Nutzer einen Eigenanteil von 60 Euro und bekommt auch dann ein funktionierendes Swapfiets. Der Vertrag ist monatlich kündbar.

Auch in Leipzig, Dresden und Halle eröffnen Filialen

„Swapfiets wurde 2014 von drei niederländischen Studenten gegründet“, erklärt Geiger. Über 100.000 Menschen nutzen den Dienst von Swapfiets bereits in den Niederlanden, Dänemark, Belgien und Deutschland. Die Fahrradstadt Münster war die erste deutsche Gemeinde, in welche die Niederländer expandiert haben. Seitdem sind viele Städte hinzugekommen.

Auch in Dresden und Halle sollen bald „Fietsen“ ausgeliefert werden. In Leipzig ist Swapfiets bereits „live“. Das bedeutet in der Sprache der Jungunternehmer, dass seit einigen Wochen Fahrräder an Kunden ausgeliefert werden. Geiger hofft, dass bis Ende des Jahres etwa 2500 Leipziger den Service nutzen. Derzeit präsentiert sich Swapfiets noch in einem sogenannten Pop-Up-Store, der nur für einen begrenzten Zeitraum genutzt wird, in der Petersstraße. Im Sommer werden die Räder mit dem blauen Vorderreifen dann in einen festen Laden am Brühl einziehen.

Von Pia Siemer/RND