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Lokales Neue Tuberkulose-Infektionen an den Hoga-Schulen
Dresden Lokales Neue Tuberkulose-Infektionen an den Hoga-Schulen
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08:04 08.03.2018
Ob bei einer Tuberkulose-Infektion auch eine Erkrankung vorliegt, kann zum Beispiel mit dem Röntgen der Lunge ermittelt werden.
Ob bei einer Tuberkulose-Infektion auch eine Erkrankung vorliegt, kann zum Beispiel mit dem Röntgen der Lunge ermittelt werden.  Quelle: picture alliance / Silas Stein/d
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Dresden

 Sieben weitere Personen an den Hoga-Schulen in Dobritz haben sich mit Tuberkulose (Tbc) infiziert. Das stellten Mitarbeiter des Gesundheitsamt bei einem erneuten Massentest fest, der planmäßig nach den Winterferien statt gefunden hat. Grund zur Panik gibt es nicht: Infizierte Personen können niemanden anstecken.

Unter den bisher ausgewerteten Blutproben seien keine neuen Erkrankungsfälle, erklärte die Stadt in einer Mitteilung am Mittwoch. Nur an einer „offenen“ Tuberkulose erkrankte Menschen können andere anstecken.

Wieder Massentest mit rund 1000 Personen

 Den Infizierten wird über mehrere Monate eine präventive Antibiotika-Therapie empfohlen, um den Krankheitsausbruch zu verhindern. Zwischen dem 26. Februar und dem 2. März haben Mitarbeiter des Gesundheitsamts rund 1000 Schüler, Lehrer und Angestellte des Gymnasiums und der Oberschule an der Zamenhofstraße mit Blutproben auf den Tbc-Erreger getestet.

Der erneute Massentest ist notwendig, da der Körper im Falle einer Infektion erst nach einigen Wochen auf den Erreger reagiert. Erst wenn die Immunabwehr reagiert, kann der Erreger im Blut nachgewiesen werden.

Erste Tbc-Erkrankung wurde schon im September bekannt

Nachdem im September des vergangenen Jahres eine ansteckende Tbc-Erkrankung an den Hoga-Schulen bekannt wurde, folgten mehrere Tests im Umfeld der Schulen. Insgesamt erkrankten im Zusammenhang mit der Hoga-Schule bis heute fünf Personen an Tbc, 65 weitere Personen haben sich infiziert. Durch die mitunter lange und sehr unterschiedliche Inkubationszeit der Tuberkulose ist immer noch unklar, von wem die Ansteckung ursprünglich ausging.

Noch keine Entwarnung

Im Dezember geriet das Gesundheitsamt unter Amtsarzt Jens Heimann unter Druck. Eltern und Politiker prangerten unzureichende Informationen durch die Mitarbeiter des Gesundheitsamts an. Anfang Januar berief die Stadt eine Sondersitzung des Gesundheitsausschuss zum Thema ein.

Noch immer gibt es keine vollständige Entwarnung für die Hoga-Schulen: Noch 29 weitere Personen müssen getestet werden, da sie in der letzten Woche verhindert waren.

Von Tomke Giedigkeit

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