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Lokales Neue Hoffnung für das Sachsenbad
Dresden Lokales Neue Hoffnung für das Sachsenbad
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07:38 26.01.2019
Das Sachsenbad an der Wurzener Straße. Archivbild von September 2018. Quelle: Dietrich Flechtner
Dresden

Es gibt private Interessenten für das Sachsenbad. Diese Auskunft gab das Amt für Hochbau und Immobilienverwaltung jetzt auf Anfrage der DNN.

Die Stadt hatte am 9. Oktober die 1928/29 erbaute Schwimmhalle, die seit 1994 geschlossen ist und seitdem verfällt, im Herbst auf der Immobilienmesse „ExpoReal“ in München angeboten. Ziel war, nach einem privaten Investor zu suchen, der das Sachsenbad kauft oder in Erbbaupacht saniert.

Entstehen soll im ehemaligen und nun denkmalgeschützten Sachsenbad im Dresdner Stadtteil Pieschen ein Gesundheits- und Therapie-/Rehabad. Die Stadtverwaltung hatte jedoch im September auch betont, dass sie offen sei „für andere Konzepte, die dem Denkmalschutz gerecht werden und eine angemessene Nutzung durch die Öffentlichkeit beinhalten“. Als Gesundheitsbad wäre das Sachsenbad laut Stadt nicht Gegenstand des Bäderkonzepts. Das heißt, dass es bei der Betrachtung, ob den Dresdnern ausreichend Wasserfläche für den Schwimmsport zur Verfügung steht, keine Rolle spielt.

Gebote für Sachsenbad werden gegenwärtig ausgewertet

„Es liegen drei Gebote für das Sachsenbad vor. Zunächst werden die Gebote ausgewertet. Sofern erforderlich, werden Gespräche mit den Bietern geführt“, heißt es auf Anfrage von der Stadt. „Wenn im Ergebnis der Auswertung ein bzw. mehrere Gebote vorliegen, welche die in der Ausschreibung vorgegebenen Kriterien erfüllen, wird ein Vergabevorschlag für den Stadtrat erarbeitet.“

In Sachen Schwimmhalle Klotzsche, für die dringend ein Ersatzneubau erforderlich ist, ist im April eine Entscheidung zu erwarten. Denn das Thema ist Bestandteil einer Beschlussvorlage zur „Sportstrategie der Landeshauptstadt Dresden bis 2030“.

Königsbrücker Landstraße hat Präferenz als Schwimmhallenstandort

In dieser geht es u.a. nicht nur um die Fortschreibung des Dresdner Bäderkonzeptes. Explizit ist unter Punkt 5 des Beschlussvorschlages die Schwimmhalle Klotzsche aufgeführt. Für die soll am Standort Königsbrücker Landstraße 100 ein Ersatzneubau errichtet werden.

Diesen Standort präferieren jedenfalls Dresdner Bäder GmbH, Stadtplanungsamt, Amt für Wirtschaftsförderung, Umweltamt und Amt für Kultur und Denkmalschutz jetzt nach eingehender Prüfung aller drei Standorte. Neben der Königsbrücker Landstraße waren auch eine unbebaute Fläche mit kleinkronigem Baumbestand an der Hermann-Reichelt-Straße und die Brache einer ehemaligen Lokwaschanlage an der Langebrücker Straße im Gespräch.

Bäder sind am 11. April Thema im Stadtrat

„Die maßgeblichen Bewertungskriterien umfassten die perspektivische Verfügbarkeit des Grundstücks, die Bereitschaft der Grundstückseigentümer/-innen zum Verkauf sowie die Bebaubarkeit des Grundstücks. Potenziale zur Innenentwicklung (Brachflächen) wurden gegenüber unbebauten Flächen positiver bewertet“, heißt es in der Vorlage. Am Ende erreichte die Königsbrücker Landstraße 365 Punkte, die Hermann-Reichelt-Straße 320 und die Langebrücker Straße 210.

Die Vorlage werde, so die Stadtverwaltung, am 7. Februar im Sportausschuss behandelt, dann in sämtlichen Ortsbeiräten. Am 11. April soll schließlich der Stadtrat in seiner Sitzung entscheiden. So ist jedenfalls der Plan.

Für Harkortstraße erst Bebauungsplanverfahren nötig

Der Stadtrat befindet dann auch über die Fortschreibung des Bäderkonzeptes 2025/30. Diesem ist zu entnehmen, dass die geplante Schwimmhalle Nord – also der Ersatzneubau für die Schwimmhalle Klotzsche – „auch die Stadtteile Neustadt und Pieschen mitversorgen“ soll. Diese Ansicht teilen die Grünen, CDU und SPD im Stadtrat nicht (DNN berichtete) und hatten einen Schwimmhallenstandort an der Harkortstraße ins Gespräch gebracht.

Dazu teilt die Stadtverwaltung auf Anfrage der DNN mit: „Innerhalb des Entwurfs zum Flächennutzungsplan ist die Fläche zwischen Harkortstraße und Trachenberger Straße bzw. Haltepunkt Pieschen ausgewiesen für Grünflächen (im Westen, um den an der Gehestraße begonnenen Grünzug weiterzuführen), für gewerbliche Entwicklung und für sportlichen Zwecken dienende Einrichtungen. Da es sich um Außenbereichsflächen nach § 35 Baugesetzbuch handelt, wäre ein Bebauungsplanverfahren durchzuführen, um die notwendigen Baurechte zu entwickeln.“

Bäderverteilung nicht ausgewogen

Laut Bäderentwicklungskonzept werde das gegenwärtige Defizit an Wasserflächen in Dresdner Hallenbädern mit der Fertigstellung des Schwimmsportkomplexes Freiberger Platz und des Kombibades Prohlis sowie dem Ersatzneubau in Klotzsche „annähernd ausgeglichen“. Für 2025 ergebe sich rechnerisch ein Defizit von etwa 410 m² Wasserfläche, was einer Schwimmhalle kleinen Typs mit einem 25-Meter-Becken entspreche.

Ebenso sei aber auch „eine paritätische und ausgewogene Verteilung der Bäder im Stadtgebiet“ Zielstellung. Und da hapert es eben. Das wird auch in der Fortschreibung des Bäderkonzeptes festgestellt. Konkret werden die Defizite in Pieschen/Wilder Mann, in Blasewitz/Striesen/Gruna und in der Südvorstadt in Uni-Nähe gesehen. „Hier sollten zukünftig verstärkt Bedarfsprüfungen für verschiedene Standorte vorgenommen und entsprechende Gemeinbedarfsflächen durch die vorbereitende Bauleitplanung gesichert werden“, heißt es dazu im Bäderkonzept. Und weiter: „Denkbar wären solche neuen Stadtteilbäder auch als kleinräumige Einheiten in Verbindung mit neuen Schulzentren.“

Von Catrin Steinbach

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