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Lokales Neue Chance für Langzeitarbeitslose
Dresden Lokales Neue Chance für Langzeitarbeitslose
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10:56 02.03.2019
Symbolfoto Quelle: dpa
Dresden

Hoffnung für die 5141 Langzeitarbeitslosen in Dresden: Mit dem neuen Teilhabechancengesetz des Bundes will das Jobcenter der Landeshauptstadt mindestens 200 Langzeitarbeitslose an den Arbeitsmarkt heranführen. „Wir suchen Arbeitgeber, die Langzeitarbeitslosen eine Chance geben“, erklärte Jobcenter-Geschäftsführer Jan Pratzka.

Wenn es nach dem SPD-Sozialpolitiker Vincent Drews geht, dann wird Pratzka Schützenhilfe bei der Suche erhalten. Der Sozialdemokrat fordert, dass die Stadtverwaltung und die städtischen Unternehmen mindestens 30 Menschen einstellen. „Die Stadt hat als öffentlicher Arbeitgeber einen Auftrag und sollte Menschen eine Perspektive geben.“ Einen entsprechenden Antrag hat Drews jetzt in den Geschäftsgang des Stadtrats eingebracht. „Ich werbe nun bei den anderen Fraktionen um Unterstützung.“

Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) sollte den Bedarf in den Ämtern, Eigenbetrieben und städtischen Unternehmen abfragen, so Drews. Ihm gegenüber hätten bereits mehrere Stadtbezirksamtsleiter Interesse geäußert. Diese würden gerne Mitarbeiter für Gemeinwohlaufgaben über dieses Programm einstellen. Sollte der Bedarf höher als 30 Stellen sein, könnte die Stadt auch mehr Arbeitsplätze schaffen.

Drews lobt das Programm aus dem Haus von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) wegen seiner langen Laufzeit und der hohen Zuschüsse. Es ist auf fünf Jahre ausgelegt. In den ersten beiden Jahren erhalten die Arbeitgeber die Lohnkosten zu 100 Prozent erstattet. In den Folgejahren sinkt der Zuschuss jeweils um zehn Prozent. „Der Staat zahlt eine Kompensation für die Aufgabe, die Betroffenen an regelmäßige Arbeit heranzuführen.“

Das Programm richtet sich an Menschen, die in den vergangenen sieben Jahren mindestens sechs Jahre ohne Arbeit waren. „In Dresden ist beispielsweise viel gegen Jugendarbeitslosigkeit getan worden“, so Drews, „die Langzeitarbeitslosen sind übrig geblieben. Das kann sich jetzt ändern.“

„Ich freue mich sehr über diese neuen Teilhabe- und Beschäftigungschancen“, erklärte Sozialbürgermeisterin Kris Kaufmann (Die Linke). „Von der Förderung des Jobcenters profitieren nicht nur Arbeitnehmer und Arbeitgeber, auch für die Gesellschaft ist die Teilhabe am Arbeitsmarkt ein Gewinn.“ Der erste über das Programm beschäftigte Langzeitarbeitslose ist als Heimassistent im Übergangswohnheim für wohnungslose Menschen an der Hubertusstraße tätig.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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