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Lokales Dresdens neue Blitzer liefern noch keine auswertbaren Bilder
Dresden Lokales Dresdens neue Blitzer liefern noch keine auswertbaren Bilder
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13:27 22.03.2019
Eigentlich sollte der neue Rotlichtblitzer an der St. Petersburger Straße die Fußgängerampel auf Höhe der Lingnerallee überwachen. Techniker arbeiten aber noch daran, die richtige Einstellung für das Gerät zu finden. Quelle: Tino Plunert
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Dresden

Vor einem Monat hat das Ordnungsamt zwei neue Rotlichtblitzer im Stadtgebiet aufstellen lassen. verwertbare Bilder haben die neuen Geräte an St. Petersburger Straße und Stauffenbergallee bisher jedoch noch nicht geliefert, wie die Behörde bestätigt. An der „stationären Rotlichtmessanlage“ an der St. Petersburger Straße, die die Fußgängerampel auf Höhe der Lingnerallee überwacht, würden derzeit „turnusmäßig unterschiedliche Einstellungen vorgenommen, um eine optimale Bildqualität zu erreichen“, heißt es aus dem Ordnungsamt. Das sei so die Regel bei neuen Anlagen. Das Gleiche gelte für den neuen Rotlichtblitzer an der Stauffenbergallee, der auf Höhe der Marienalle aufgestellt wurde.

Schonfrist für Verkehrssünder

Behauptungen, nach denen der Blitzer an der St. Petersburger Straße bei starker Sonneneinstrahlung überbelichtete Bilder geliefert habe und deshalb neu eingestellt werden musste, widerspricht das Ordnungsamt jedoch klar. Woran es auch immer hapert: Wegen der unterschiedlich vorgenommenen Einstellungen an den Rotlichtblitzern „erfolgte bisher keine Auswertung des Bildmaterials“, heißt es. Bisher erwischte Rotlichtsünder kommen deshalb ungeschoren davon. Unklar ist, wie lange diese Schonfrist für Verkehrssünder noch anhält.

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Dresden hat im Vergleich zu anderen Großstädten vergleichsweise wenig Rotlichtblitzer – ein Defizit, dem das Ordnungsamt mit den zwei neuen Anlagen eigentlich entgegenwirken wollte. Derzeit gibt es im Stadtgebiet 18 reine Geschwindigkeitsmesser und mit den beiden neuen insgesamt fünf Blitzer, die Rotphasen an Ampeln überwachen. Die Mietkosten für die beiden neuen Geräte kosten insgesamt 5700 Euro – wenigstens diese Summe sollten beide Geräte über Buß- und Verwarngelder also eigentlich einspielen, um kein Minus in die Kasse zu reißen.

Blitzer an der Bergstraße arbeitete sofort

Deshalb wird man sich im Ordnungsamt eine allzu lange Testphase eher nicht leisten wollen. Als im Februar 2018 der neue Raserblitzer an der Bergstraße in Betrieb ging, lieferte er sofort verwertbare Bilder. Er landete auf der Jahresstatistik am Ende als Dresdens fleißigster Blitzer auf dem ersten Rang. Neben den stationären Blitzern sind Mitarbeiter des Ordnungsamts auch mit drei mobilen Messgeräten in Dresden unterwegs.

Von uh