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Lokales Neue Baustelle im Zwinger in Planung
Dresden Lokales Neue Baustelle im Zwinger in Planung
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10:51 13.02.2019
Roter Sand auf dem Fenstersims, roter Staub überzieht Rahmen und Fensterglas. Die wassergebundene Wegedecke im Zwingerinnenhof ist kaputt und sorgt für massive Probleme. Quelle: Dietrich Flechtner
Dresden

Die sogenannte wassergebundene Wegedecke im Innenhof des Dresdner Zwingers, für die roter Leukersdorfer Brechsand verwendet wurde, ist seit Jahren verschlissen. Regnet es, bilden sich Pfützen und die Besucher laufen abseits des Hauptweges, der asphaltiert ist, im Matsch.

Auch auf den Skulpturen lagert sich der rote Staub ab. Quelle: Dietrich Flechtner

Roter Staub lagert sich überall ab

Bei trockenem Wetter dagegen stiebt es. Der Staub lagert sich an der Fassade des Zwingers und den Skulpturen ab. Und die Besucher nehmen den Staub nicht nur auf ihren Schuhen und an den Hosenbeinen mit nach Hause, sondern tragen ihn natürlich im Zwinger auch in die Ausstellungsräume.

Staubbelastung war im Hitzesommer 2018 besonders hoch

Dass dieser besonders scharfkantige Staub den Kunstschätzen schadet, ist schon seit 2004 durch ein Sachverständigengutachten klar. „Durch den langen trockenen Sommer war die konservatorisch bedenkliche Staubbelastung in der Porzellansammlung und im Mathematisch-Physikalischen Salon 2018 besonders groß“, so Stephan Adam, Pressesprecher der Staatlichen Kunstsammlungen.

Da hilft nur putzen

„Die Museen sind, da sie seit Jahren mit der Situation konfrontiert sind, dieser jederzeit mit der gebotenen konservatorischen Sorgfalt begegnet...Sockel und Vitrinen werden wöchentlich geputzt, die frei stehenden Objekte einmal im Jahr zur Großreinigung“, schildert Adam die Maßnahmen der Staatlichen Kunstsammlungen. Die Problematik sei dem Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) „präsent“. Gemeinsam werde derzeit „in enger Abstimmung“ nach Lösungen gesucht.

Lösung heißt Komplettsanierung

Diese Lösung für das mindestens seit 15 Jahren währende Problem heißt Komplettsanierung des Zwingerinnenhofes. Aber einen Termin gibt es dafür noch immer nicht. Wie schon vor zwei Jahren heißt es auch jetzt wieder auf Anfrage der DNN von SIB: „Die Planungen...sind noch nicht abgeschlossen. Deswegen können noch keine Kosten und Ausführungstermine benannt werden. Die Bauleistungen werden öffentlich ausgeschrieben.“

Hinten wird an der Sempergalerie noch gebaut. Wann die verschlissenen Wege im Zwinger saniert werden, dafür gibt es noch keinen Termin Quelle: Dietrich Flechtner

Abstimmung zwischen vielen Partnern nötig

Warum die behördlichen Mühlen hier so langsam mahlen, begründet SIB-Sprecher Alwin-Rainer Zipfl mit der Komplexität der umzusetzenden Maßnahmen und dem Abstimmungsbedarf zwischen vielen Partnern. Sicher spielt auch eine Rolle, dass die Sanierung der Sempergalerie länger dauert und teurer ist, als ursprünglich geplant. Zudem nimmt die Baustelleneinrichtung einigen Platz im Innenhof ein.

Medien, Rasen, Beleuchtung sind auch mit dran

Fest steht jetzt schon mal, was alles gemacht wird. Die Bauarbeiten umfassen „die komplexe Sanierung des Zwingerhofes mit Erneuerung von u.a. Wegeflächen, Rasenspiegel, Mediennetz und Beleuchtung“, heißt es von SIB. Es werde die „Wegedecke samt Oberbau ausgetauscht, die Höhen- und Gefällesituation wiederhergestellt und das zugehörige Leitungsnetz zur Entwässerung saniert bzw. ausgetauscht.“

Material für Wegedecke wird vorher „bemustert“

Die Wegeflächen würden auch zukünftig zum großen Teil als sogenannte wassergebundene Wegedecken wiederhergestellt. Das dafür zu verbauende Material werde vor Baubeginn „bemustert“. Vorgesehen sei eine Färbung analog zu anderen historischen Gartenanlagen in Dresden wie im Park am Japanischen Palais, im Großen Garten und im Park Pillnitz.

Bauzeit beträgt drei Jahre

„Die Bauzeit wird nach Maßnahmenbeginn insgesamt etwa drei Jahre betragen“, so Alwin-Rainer Zipfl gegenüber DNN. „Es wird in Abschnitten gebaut, so dass eine öffentliche Nutzung des Zwingerhofes bzw. der Besucherrundgang in den Zwingerhof während Baumaßnahme erhalten bleiben.“ Nur wann es konkret losgeht, das ist eben noch immer nicht klar.

Von Catrin Steinbach

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