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Lokales Neubau am Hauptbahnhof
Dresden Lokales Neubau am Hauptbahnhof
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09:51 30.05.2018
Blick über die Fritz-Löffler-Straße auf den geplanten Neubau der Versorgungsunternehmen Drewag/Enso. Quelle: Dresdner Neueste Nachrichten
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Dresden

Die Stadtwerke Dresden GmbH (Drewag) verfolgen gemeinsam mit dem Partnerunternehmen energieversorgung Ostsachsen AG (Enso) Neubaupläne: Ziel ist eine gemeinsame Hauptverwaltung der beiden Versorgungsunternehmen, erklärte Drewag-Sprecherin Gerlind Ostmann auf Anfrage der DNN. Das Unternehmen hat das Projekt europaweit ausgeschrieben. Das Büro gmp Architekten von Gerkan, Marg und Partner hat den Zuschlag als Generalplaner erhalten.

Die Architekten von gmp sind keine Unbekannten in Dresden – sie haben zuletzt die Sanierung und den Umbau des Kulturpalastes federführend begleitet. Es handelt sich um eines der bekanntesten Architekturbüros in Deutschland mit zahlreichen Referenzen im In- und Ausland. Das Vorhaben für die Drewag befindet sich derzeit in der Vor-, Entwurfs und Genehmigungsplanung, erklärte die Drewag-Sprecherin.

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Das Projekt besteht aus zwei Teilen. Das Bestandsgebäude des City Centers am Hauptbahnhof soll teilweise saniert und umgebaut werden. Außerdem ist ein Anbau mit einer Bruttogeschossfläche von rund 20 000 Quadratmetern geplant, so Ostmann. Hier sollen rund 850 Arbeitsplätze entstehen. Zurzeit hat die Drewag noch Büros im World Trade Center gemietet.

„Nach Abschluss der Entwurfsplanung wird erstmals eine genaue Kostenplanung vorliegen“, kündigte die Drewag-Sprecherin an. Das werde vermutlich im dritten Quartal dieses Jahres der Fall sein. Danach sollen die Gremien von Enso und Drewag über die weiteren Projektphasen entscheiden.

Der Anbau soll auf einem unbebauten Grundstück südlich des City Centers an der Fritz-Löffler-Straße entstehen. Die Flächen befinden sich im Eigentum der Enso. Wenn das Vorhaben verwirklicht ist, haben die Unternehmen Enso, Drewag, Enso Netz, Drewag Netz und Drecount eine gemeinsame Hauptverwaltung. „Zudem fördert es die gemeinsame Unternehmenskultur und Umsetzung moderner Bürokonzepte“, so Ostmann. „Im eigenen Gebäude zu arbeiten, ist letztlich effizienter als Bürofläche zu mieten“, erklärt sie einen weiteren Vorzug des Neubaus.

Die Vorstudien von gmp für den Neubau sorgten jüngst im Ausschuss für Stadtentwicklung und Bau für heftige Debatten. Auch in der Gestaltungskommission der Landeshauptstadt wurde lange über die geplante Architektur und über das hohe Gebäude diskutiert. Der Ausschuss forderte die Dewag auf, eine neue Visualisierung vorzulegen, die das Vorhaben aus Richtung Altstadt darstellt.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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