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Lokales Nanocenter Dresden-Klotzsche ist endlich fertig
Dresden Lokales Nanocenter Dresden-Klotzsche ist endlich fertig
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14:15 28.03.2019
Endlich fertig: Das Nanocenter in Klotzsche.
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Dresden

Aus einem kommunalpolitischen Sorgenkind ist zwölf Jahre nach der Geburt doch noch eine Erfolgsgeschichte geworden: Die Stadt hat die Häuser 1 und 3 der ehemaligen DDR-Chipschmiede ZMD in Klotzsche endlich saniert, darin das Hightech-Gründerzentrum „Nanocenter Dresden“ fertiggestellt – und das ist inzwischen recht gut ausgelastet. Das haben Wirtschaftsförderungs-Chef Robert Franke und Nanocenter-Chef Steffen Rietzschel mitgeteilt.

Anfangs verbrannte das Zentrum Millionen Euro Steuergelder

Insgesamt sind hier seit dem Start 2007 rund 18 Millionen Euro Steuergelder geflossen. Zuletzt hatte Rietzschel für viereinhalb Millionen Euro noch einmal rund 2500 Quadrater im Haus 3 sanieren lassen. Von dieser neuen Ausbaustufe, die seit Anfang 2019 verfügbar ist, ist ein Viertel schon wieder vermietet.

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Steffen Rietzschel Quelle: Dietrich Flechtner

„Derzeit passiert viel in der Dresdner Gründerszene“, erklärt sich Franke diesen Schub. Vor allem aus der Uni und anderen Forschungsinstituten gründen sich immer mehr Unternehmen aus.

„Für uns ist das ein idealer Standort“, sagt Konrad Herre, ein Urgestein der Dresdner Mikroelektronik, der nun die Firma „Sensry“ leitet. Die ist auf Module für das „Internet der Dinge“ spezialisiert. „Ich war heilfroh, dass wir im Nanocenter noch Räume bekommen haben, denn wir brauchen die unmittelbaren Kontakte zu den Mikroelektronik-Unternehmen und -Instituten hier in der Nähe.“

Ähnlich sieht das Stefan Müller, der die Dresdner TU-Ausgründung FMC leitet. „Um unsere Speichertechnologie weiterzuentwickeln, brauchen wir den Zugang zu Druckluft, Vakuum, speziellen Gasen und andere Medienleitungen, die es in anderen Gründerzentren kaum gibt.“ So voll des Lobes über das Nanocenter waren Wirtschaft und Politik aber nicht immer: Anfangs verbrannte das Zentrum Millionen Euro Steuergelder: Die Stadt kaufte die überlebten Industriegebäude, bekam aber weit weniger Fördermittel vom Land als eingeplant. Die Stadt musste das Vorhaben stark zusammenstutzen und wiederholt Geld nachschießen, weil sich immer neue Finanzlöcher auftaten.

Von 30 auf 75 Prozent Auslastung

„Als ich 2014 an Bord kam, lag die Auslastung bei 30 Prozent“, erinnert sich Rietzschel. 2018 wurde endlich Haus 1 fertig und näherte sich auch gleich der Vollauslastung. Fast zeitgleich kaufte der Freistaat der Stadt die Häuser 5 und 7 ab, um sie der Fraunhofer-Gesellschaft zur Verfügung zu stellen.

Die Kommune stellte danach Haus 3 fertig und installierte die Infrastruktur, die Mikroelektronik-nahe Hightech-Firmen erwarten. Inzwischen umfasst das Nanocenter 7700 Quadratmeter, auf die sich 27 Mieter verteilen. Nach der Erweiterung ist das Zentrum zu 75 Prozent ausgelastet.

Am 10. April, 17.30 Uhr, stellt sich das Nanocenter an der Maria-Reiche-Str. 1 mit einem „Tag der offenen Tür“ vor.

Von Heiko Weckbrodt