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Lokales Nach einem Jahr Stopp darf an Oskarstraße wieder gebaut werden
Dresden Lokales Nach einem Jahr Stopp darf an Oskarstraße wieder gebaut werden
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16:12 08.05.2018
Dieses Bild von Ende März dürfte bald der Vergangenheit angehören: Bauleute dürfen wieder auf der Oskarstraße arbeiten. Quelle: Dietrich Flechtner/Archiv
Dresden

An der Oskarstraße in Dresden-Strehlen darf wieder gebaut werden. Wie die Stadtverwaltung mitteilte, ist am Dienstag der Planfeststellungsbeschluss der Landesdirektion Sachsen im Rathaus eingegangen. Auf der seit vergangenem Frühjahr aufgerissenen Oskarstraße dürfen Bauleute nun wieder neue Versorgungsleitungen und vor allem Straßenbahngleise für eine neue Trasse zwischen Tiergartenstraße und Wasaplatz verlegen. Sobald sie fertig sind, werden die maroden Gleise aus Wasastraße und Franz-Liszt-Straße herausgerissen. Straßenbahnen der Linien 9 und 13 fahren dann über die Oskarstraße und damit genau am Haltepunkt Strehlen entlang – der eigentliche Beweggrund des 20 Millionen Euro teuren Ausbauprojekts, das zum Gesamtvorhaben „Stadtbahn 2020“ gehört.

Bei Baubeginn im März 2017 wurde einmal mit einer etwa einjährigen Bauzeit gerechnet. Nun ist der Zeitplan für den Bau noch unklar. „Wir führen jetzt Gespräche mit den Baufirmen und stellen einen neuen Zeitplan auf“, sagt Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Grüne). Die Stadt und ihre Partner, vor allen Dresdner Verkehrsbetriebe und Drewag, die eine wichtige Fernwärmetrasse verlegen wollen, hatten die Baufirmen trotz eines seit Sommer 2017 geltenden Baustopps gebunden. „Allerdings werden die Baufirmen aufgrund der langen Bauunterbrechung eine gewisse Zeit brauchen, um die Baustelle wieder einzurichten“, dämpft der Baubürgermeister Erwartungen. Sobald der Zeitplan stehe, wolle man Anwohner zu einer Informationsveranstaltung laden.

Einige von ihnen hatten das Projekt im vergangenen Jahr zum Stoppen gebracht. Das Oberverwaltungsgericht Bautzen (OVG) gab ihrer Klage gegen den Planfeststellungsbeschluss recht. Allerdings nicht aus inhaltlichen, sondern aus rein informellen Gründen. Die Landesdirektion habe wichtige Unterlagen nicht in aller Öffentlichkeit ausgelegt. Nun wurde nachgebessert. Ob eine neuerliche Klage beim OVG eingegangen ist, konnte das Gericht noch nicht sagen. Der Baustopp hat den Steuerzahler bis Dezember 2017 bereits rund 900 000 Euro gekostet.

Von Uwe Hofmann

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