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Lokales Nach Städtebahn-Aus – Wieder Ersatzverkehr auf der Strecke Dresden-Königsbrück
Dresden Lokales Nach Städtebahn-Aus – Wieder Ersatzverkehr auf der Strecke Dresden-Königsbrück
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13:01 18.10.2019
Fast der gesamte Fuhrpark der Städtebahn Sachsen stand vorübergehend am Güterbahnhof Dresden-Friedrichstadt herum. Quelle: Roland Halkasch
Dresden

Auf den ehemaligen Zugstrecken der Städtebahn Sachsen kehrt auch Wochen nach der Wiederaufnahme des Zugbetriebs durch die Mitteldeutsche Regiobahn (MRB) keine Ruhe ein. Wie der Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) am Freitag mitteilte, fehlt es nun an einsatzbereiten Fahrzeugen.

Auf der Strecke RB 33 Dresden-Königsbrück werden deshalb am Montag wieder Ersatzbusse fahren. Sie verkehren im Stundentakt zwischen Königsbrück und Dresden-Klotzsche. Von dort besteht Anschluss an die S-Bahn zum Hauptbahnhof.

Als Grund geben VVO und MRB Wartungsstau und Ersatzteilmangel an. Die Regiobahn hatte die Züge der insolventen Städtebahn Sachsen, die einige Zeit lang am Güterbahnhof Dresden-Friedrichstadt parkten, komplett übernommen. Es sei bisher nicht gelungen, alle Wagen wieder flott zumachen, zumal auch die Fahrzeuge regelmäßig gewartet werden müssten, die bereits wieder im Einsatz sind.

MRB übernahm am 1. Oktober

Auf der Strecke RB 71 zwischen Pirna und Sebnitz sind ebenfalls weiterhin Ersatzbusse im Stundentakt unterwegs. Auf der Müglitztalbahn RB 72 Heidenau-Altenberg fahren die Züge nur mit einem Triebwagen und daher mit teilweise weniger Sitzplätzen.

Die Mitteldeutsche Regiobahn hatte den Betrieb am 1. Oktober übernommen, nachdem die Städtebahn Sachsen von einem Tag auf den anderen am 25. Juli den Zugverkehr komplett eingestellt hatte. Kurze Zeit später meldete das Unternehmen Insolvenz an. „Derzeit arbeitet die MRB intensiv an der schnellstmöglichen Wiederaufnahme des Betriebes auf allen vier Strecken“, heißt es nun. Wie lange das dauern soll, dazu machte das Unternehmen keine Angaben.

Aktuelle Informationen erhalten Fahrgäste unter www.vvo-online.de/staedtebahn und www.mitteldeutsche-regiobahn.de, telefonisch an der VVO-InfoHotline unter 0351/852 65 55 und bei der MRB unter 0351/ 210 71 425.

Die Chronik zum Städtebahn-Aus

Am 25. Juli, einem Donnerstag, standen alle Triebwagen der Städtebahn Sachsen still. Die Nachricht traf viele Pendler überraschend, die Städtebahn hatte das plötzliche Aus vorher nicht angekündigt. 90 Städtebahn-Mitarbeiter standen vor verschlossenen Türen und Zügen. Der Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) organisierte einen Ersatzverkehr mit Bussen, der ab dem Nachmittag griff. Der VVO forderte die Städtebahn auf, unverzüglich den Verkehr wieder aufzunehmen.

Hintergründe der Betriebseinstellung werden bekannt: Die Städtebahn hatte sich mit dem Leihgeber der Dieseltriebwagen Alpha Trains derart verkracht, dass dieser die Leasingverträge gekündigt hatte. Die Städtebahn steht seither ohne Züge da.

Am 28. Juli, drei Tage nach Einstellung des Verkehrs,kündigt der VVO den eigentlich noch bis 2024 laufenden Verkehrsvertrag. Damit wird der Weg frei für eine Notvergabe der Verkehrsleistung an ein anderes Unternehmen. Es sei eine Frage von Wochen, nicht aber Monaten, bis wieder Züge fahren, heißt es vom VVO.

Am 29. Juli wird bekannt, dass die Städtebahn Sachsen insolvent ist. Insolvenzverwalter ist der Aschaffenburger Anwalt Stephan Laubereau. Er nimmt Gespräche mit allen Beteiligten auf mit dem Ziel, so bald wie möglich wieder Städtebahnzüge fahren zu lassen. Die Gesellschaft, in der die Städtebahn-Werkstatt bei Ottendorf-Okrilla verankert ist, gehört zwar nicht zum insolventen Betriebsteil, trotzdem werden die Mitarbeiter dort entlassen.

Einige Wochen gibt es einen Ersatzverkehr mit Bussen, ehe der inzwischen eingeschaltete Insolvenzverwalter Stephan Laubereau dafür sorgt, dass die Städtebahn bis zur Neuvergabe wieder auf ihre gewohnten Strecken zurückkehrt.

Mitte September übergibt der VVO die Zugstrecken per Notvergabe bis 2021 an die Transdev-Regio-Ost-GmbH, die unter dem Namen Mitteldeutsche Regiobahn bereits im Gebiet aktiv ist.

Von fkä

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