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Lokales Nach Feuer in der Notre-Dame: Wie ist die Frauenkirche im Brandfall geschützt?
Dresden Lokales Nach Feuer in der Notre-Dame: Wie ist die Frauenkirche im Brandfall geschützt?
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16:39 16.04.2019
Die Frauenkirche in Dresden Quelle: dpa
Dresden

Das verheerende Feuer in der Pariser Kathedrale Notre-Dame ist gelöscht, der entstandene Schaden erheblich. Auch die Stiftung Frauenkirche Dresden hat ihre Bestürzung über die Brandkatastrophe zum Ausdruck gebracht und ihre Solidarität zu den Franzosen bekundet, die in der Nacht zum Dienstag ein symbolträchtiges Wahrzeichen ihres Landes verloren haben. In dem Schreiben bringt die Stiftung auch den Wunsch zum Ausdruck, dass die wieder aufgebaute Frauenkirche Dresden als ein ermutigendes Zeichen der Hoffnung stehen könne. Doch wie ist die Frauenkirche selbst für den Brandfall gewappnet?

Im Zuge der Wiederaufbauplanung des Dresdner Wahrzeichens ist auch ein umfangreiches Brandschutzkonzept entwickelt worden, das auch maßgeblich für die Erteilung der Baugenehmigung war. Zunächst wurde ein erstes Konzept für die Unterkirche entworfen, bis dieses schließlich 1999 auf den gesamten Kirchbau ausgeweitet wurde. Sowohl bauliche als auch organisatorische Regelungen finden sich hier wieder. „Eine große Herausforderung war dabei, allen zum Bauzeitpunkt für einen Neubau bestehenden Anforderungen gerecht zu werden, ohne in die historischen Bauweise und Architekturgeometrie einzugreifen“, erinnert sich Thomas Gottschlich, leitender Architekt der Frauenkirche.

Als Besucher bemerkt man davon heute kaum etwas: „Wenn man den Kirchraum betritt, durchschreitet man Brandschutztüren mit speziellen Schließmechanismen, nimmt sicher kaum einen der zahlreichen Rauchmelder wahr und bemerkt auch nicht die Vielzahl der speziellen Verkleidungen für Bauteile und Kabel, die im Brandfall Schäden abwenden oder zumindest verzögern können“, so Gottschlich. Auch von den installierten Informationsketten, den vielen Anforderungen und Wartungszyklen, die etwa durch die Sächsische Technische Prüfverordnung geregelt sind, weiß der Besucher nichts. Die Frauenkirche jedoch hat diese stets im Blick und beachtet alle Vorgaben genau.

Für einen schnellen Informationsfluss im Brandfall gibt es einen „direkten Draht“ zur Leitzentrale der Feuerwehr, wo die Brandmeldeanlage der Frauenkirche aufgeschaltet ist. Um für den Notfall gewappnet zu sein, führen die verschiedenen Löschzüge regelmäßig Übungen durch. Dabei wird ein beabsichtigter Fehlalarm ausgelöst und die Feuerwehrleute üben Laufwege.

Die wiederaufgebaute Frauenkirche wartet zudem mit zahlreichen Modernisierungen auf, die sich von der barocken Urversion erheblich unterscheiden. So wurde deutlich weniger Holz verbaut – das allerdings ist eine Maßnahme, die in Teilen auch schon im Zuge der großen Restaurierung in den 1930er Jahren umgesetzt worden war. Holz findet sich heute nur noch im Gestühl, an den Brüstungen bzw. dem Orgelprospekt und in der Laternenhaube. Die Tragkonstruktion der Emporen besteht aus Stahl. Sämtliche Verkleidungen können weit mehr als nur gut aussehen und sind in der Lage, Brandschäden bis zu 90 Minuten hinauszuzögern. Wertvolle Zeit, denn die Feuerwehr muss bei einem Alarm bereits innerhalb von sechs bis neun Minuten vor Ort sein.

Historische Gemälde oder sonstige Kunstwerke, die im Ernstfall vor den Flammen gerettet werden müssen, gibt es in der Frauenkirche nicht. Lediglich die Vasa sacra, die für den gottesdienstlichen Gebrauch bestimmt sind und einen hohen ideellen Wert haben, würden im Brandfall gesichert. Sämtliche Schäden durch Feuer sind zudem von der Gebäudeversicherung der Frauenkirche abgedeckt.

Von kcu

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