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Lokales Nach Anwohner-Beschwerden: Sarrasani erklärt seine Tigerhaltung
Dresden Lokales Nach Anwohner-Beschwerden: Sarrasani erklärt seine Tigerhaltung
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18:07 19.02.2016
Vielen ein Dorn im Auge, aber für Experten kein Problem: Das eingezäunte Areal am Wiener Platz. Quelle: Alex Hermann
Dresden

Immer wieder sorgen die Tiger von Varieté-Künstler André Sarrasani für empörte Tierschützer und Anwohner. Im Fokus der Kritik steht die monatelange Haltung der weißen Vierbeiner direkt neben Bahngleisen und Hauptbahnhof in einem eingezäunten Gehege. Doch der 45-Jährige stellt gegenüber DNN klar: „Meinen Tigern geht es gut“. Die drei Tigerdamen Kijana, India und Amra werden derzeit direkt am Wiener Platz neben dem Zirkus in einem umzäunten Gehege gehalten. „Wir haben das Gehege im Vergleich zum Areal auf dem Straßburger Platz noch einmal vergrößert. Derzeit haben die drei Tiere 320 Quadratmeter Außenfläche und 36 Quadratmeter Innengehege zur Verfügung“, so der Zirkusdirektor.

Insgesamt haben auch nur drei Personen Zutritt zu den Tigern. Sarrasani, seine Frau und ein Pfleger sind die direkten Bezugspersonen der Tiere. „Wir haben ein inniges und liebevolles Verhältnis zu den Tieren. Wir trainieren und spielen täglich zusammen“, so Sarrasani weiter. Auch laut dem Veterinäramt Dresden geht es den Tieren sehr gut. Wie ein Sprecher gegenüber DNN mitteilte, erfüllt der Zirkus die geforderten Richtlinien und Auflagen mehr als gefordert. „Bei der Tigerhaltung spielt die Gehegegröße nur eine minimale Rolle. Ein Tiger in einem Zwinger kann glücklicher sein als ein anderes Tier mit 5000 Quadratmetern Freifläche“, erklärt Tiger-Experte Jens-Ove Heckel. Er ist Direktor des Zoo Landau in der Pfalz. „Tiger sind sehr kommunikative und soziale Wesen. Wenn sie gute Beziehungen zu ihren Bezugspersonen haben und gut im Futter stehen, sehe ich keine Probleme bei einer Haltung wie etwa am Wiener Platz in Dresden“, so Heckel weiter.

Das Veterinäramt bestätigte auch, dass es regelmäßige Kontrollen bei Sarrasani gibt. Zuletzt überprüften die Beamten die Tiger am 12. Februar. „Die Tiere weisen augenscheinlich einen guten Ernährungs- und Pflegezustand auf“, heißt es aus der Behörde. „Im Sommer bringen wir die Tiere in unser Camp nach Ottendorf-Okrilla. Dort haben sie noch einmal mehr Grünfläche und Bäume zum Spielen“, so Sarrasani.

Von Sebastian Burkhardt

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