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Lokales Nach Anschlag auf Büro: Freie Wähler Dresden werben für Fairness
Dresden Lokales Nach Anschlag auf Büro: Freie Wähler Dresden werben für Fairness
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17:24 06.03.2019
Die Geschäftsstelle der Freien Wähler wurde am Sonntag verwüstet. Quelle: Archiv
Dresden

Die Scheibe der Eingangstür ist zerschlagen, ein Schaufenster mit zähflüssiger Farbe verschmiert. Im Eingangsbereich klebt dunkelrote Farbe. „Hier wurde ein Gurkenglas mit Farbe zertrümmert“, erklärt Torsten Küllig, Sprecher der Freien Wähler Dresden. Am Sonntag verübten Unbekannte einen Anschlag auf die Geschäftsstelle der Wählervereinigung in der Inneren Neustadt.

„Man empfindet das irgendwie auch als Angriff auf die eigene Person“, sagt Küllig, der in der Neustadt zur Stadtratswahl antritt. Die Polizei müsse unbedingt wieder in der Neustadt ein Revier beziehen, sei eine Folgerung aus dem Anschlag. „Ich werde dafür Unterschriften sammeln“ kündigte Küllig an. Man müsse sicher auch an Videoüberwachung an Brennpunkten im öffentlichen Raum nachdenken, es aber auch Eigentümern ermöglichen, ihr Hab und Gut per Videoaufnahmen besser zu schützen.

Den Schaden an der Geschäftsstelle trägt der Vermieter. Steffen Große, Landesvorsitzender der Freien Wähler, erklärt, die Wählervereinigung habe sich auch Gedanken über den politischen Schaden gemacht, den solche Attacken anrichten. Wenige Tage zuvor zerschlugen Unbekannte eine Fensterscheibe am Wahlkreisbüro des Grünen-Bundestagsabgeordneten Stephan Kühn. „Wir wollen, dass die politische Auseinandersetzung von Respekt und Fairness geprägt ist“, erklärte Kühn.

Die Freien Wähler würden sich mit einem Brief an alle Kreisvorsitzenden von Parteien und Vereinigungen wenden, die sich um in Dresden um Stadtratsmandate bewerben. „Wir werben für ein Fairness-Abkommen, das der eigenen Anhängerschaft vermittelt wird.“ Grundzüge seien der Verzicht auf unsachliche Angriffe von politischen Mitbewerbern im Internet oder auf Begriffe, die Vorteile schüren.

„Wir strecken die Hand aus und appellieren an die Fairness der anderen. Wir als politische Persönlichkeiten sollten eine Vorbildrolle einnehmen“, erklärte Buchhändlerin Susanne Dagen, die für die Freien Wähler in Loschwitz kandidiert. „Ich habe 1994 für die PDS im Stadtrat gesessen und weiß, was Ausgrenzung ist“, erklärte Barbara Lössig. „Aber so schlimm wie jetzt habe ich es noch nie erlebt.“ Sie verweist auf eine Seite im Internet, die unter ihrem Namen angelegt worden sei und auf der sie sich regelmäßig äußere. „Das bin ich aber gar nicht, das ist eine Fälschung. Wer solche Mittel im Wahlkampf verwendet, entlarvt sich selbst.“

Von Thomas Baumann-Hartwig

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