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Lokales Mutter in Dresden nach Tod ihres Säuglings verurteilt
Dresden Lokales Mutter in Dresden nach Tod ihres Säuglings verurteilt
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20:18 15.05.2019
Das Landgericht Dresden verurteilte eine 24-jährige Mutter nach dem Tod ihres Säugling. Quelle: dpa
Dresden

Wegen Körperverletzung mit Todesfolge, Misshandlung von Schutzbefohlenen und falscher Verdächtigung ist Brit S. vom Landgericht Dresden zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren und zehn Monaten verurteilt worden. Die Kammer unter Vorsitz von Martin Uebele sah es als erwiesen an, dass die 24-Jährige in der Silvesternacht von 2017 zu 2018 in ihrer Wohnung in Dresden-Bühlau ihren drei Wochen alten Sohn zu Tode geschüttelt hat.

Der kleine Finn, so hatte die Obduktion ergeben, war so stark geschüttelt worden, dass der kleine Kopf nach vorn und hinten geschleudert wurde, zudem muss das Köpfchen gegen etwas Hartes gestoßen sein oder es wurde darauf eingeschlagen. Kein Einzelfall: Eine ähnlich rüde Behandlung muss dem Kleinen bereits Tage zuvor beigebracht worden sein. Die Gerichtsmediziner fanden ähnliche, aber ältere Verletzungen und zudem auch ältere Verletzungen im Brustbereich.

Brit S. war am 31. Dezember ab Mittag mit dem Baby allein, ihre Lebensgefährtin Peggy B. war arbeiten und gegen 24 Uhr wieder zu Hause - der Kleine lebte da noch. Zehn Minuten nach Mitternacht ging Peggy B. mit dem Hund Gassi, als sie gegen 0.30 Uhr zurückkam, atmete Finn nicht mehr. Er starb, bevor der Notarzt eintraf. Die Verletzungen des Hirnstamms, so die Gerichtsmediziner, müssen innerhalb von wenigen Minuten zum Tod geführt haben. In der Zeit war Brit S. mit ihrem Sohn allein.

Auswertungen ihres Handys ergaben, dass die Angeklagte mehrfach gegoogelt hatte: „Wie lange dauert es, bis blaue Flecke bei Babys weggehen“, oder „Was passiert, wenn man einem Baby auf Hinterkopf schlägt“. Das Motiv für die Tat blieb ihm Dunklen, denn die Angeklagte schwieg. „Vielleicht war er wach geworden, hat geschrien und sie fühlten sich genervt“, vermutete der Richter. „Wir sind sicher, dass sie ihn nicht töten wollten, es war ein Augenblicksversagen und nicht geplant. Aber man muss sich vor Augen führen, wer da geschüttelt wurde: ein drei Wochen altes, völlig hilfloses Wesen.“

Andere Frau eines schweren Verbrechens beschuldigt

Zunächst war man von einem plötzlichen Kindstod ausgegangen, bei der Obduktion fanden Rechtsmediziner dann die Hinweise auf Gewalteinwirkungen. Brit S. wurde festgenommen und beschuldigte Peggy B. des Mordes an Finn. Gegen die junge Frau wurde ermittelt, jedoch bestätigte sich der Verdacht nicht. Alle Zeugen, die mit den beiden Frauen zu tun hatten, sagten aus, dass Peggy B. mit Finn äußerst liebevoll umging und zu ihm wohl eine stärkere Bindung hatte als die Mutter. „Sie haben Frau B. des schwersten Verbrechens beschuldigt. Sie haben nicht nur versucht, ihr eins reinzuwürgen, sondern von sich selbst abzulenken. Sie selbst waren die Täterin, sie wussten, dass sie es nicht sein konnte“, sagte Uebele zur Angeklagten.

Die hatte auch ihren Ex-Freund beschuldigt, sie bei einem Besuch im März 2017 in der JVA vergewaltigt zu haben. Auch das war gelogen. Der Sex war einvernehmlich – dabei wurde der kleine Finn gezeugt.

Mit der Wahrheit, so eine Psychiaterin, habe es Brit S. nie so genau genommen. Die Ärztin bescheinigte der 24-Jährigen, die wirklich eine schwere Kindheit hatte und früh lernte, Menschen zu manipulieren, zwar eine dissoziale Persönlichkeitsstörung, aber volle Schuldfähigkeit. Die Angeklagte verließ früh die Schule, hatte drei Abtreibungen, bekam drei Kinder – zwei wurden ihr weggenommen, Finn ist tot. „Sie könnten jetzt sechs Kinder haben und haben gar keins“, hatte Staatsanwalt Till von Borries in seinem Plädoyer gesagt. Brit S. nahm es, wie alles im Prozess, emotionslos zur Kenntnis.

Von Monika Löffler

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