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Lokales Mutmaßliche Tankstellenräuber stehen in Dresden vor Gericht
Dresden Lokales Mutmaßliche Tankstellenräuber stehen in Dresden vor Gericht
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18:24 04.09.2019
Vier Tankstellen in zwei Wochen soll die Angeklagte überfallen haben. Quelle: Foto: Monika Löffler
Dresden

Eine Serie von Tankstellenüberfällen sorgte im Januar 2019 für erhebliche Aufregung in Dresden. Es begann am 3. Januar als ein maskierter Mann die Tankstelle an der Wiener Straße überfiel und mehrere Hundert Euro erbeutete. Ab 20. Januar sorgte ein junge Frau für Angst bei den Dresdner Tankstellenmitarbeitern. Innerhalb von zwei Wochen plünderte sie vier Zapfstellen. Das Schema war immer gleich: Sie betrat maskiert die Gebäude, bedrohte die Angestellten mit einer Pistole, forderte Bargeld und verschwand.

Am 21. Januar 2019 überfiel die Frau die Total-Tankstelle an der Wiener Straße. Quelle: Tino Plunert/Archiv

Die Polizei suchte mit einem Großaufgebot nach ihr, zunächst vergeblich. Dann half „Kommissar Zufall“. An Hand von Aufnahmen einer Überwachungskamera erkannte eine mit den Ermittlungen vertraute Polizeibeamtin das Pärchen in einer Straßenbahn. Sie verständigte ihre Kollegen und folgte dem Duo. Vor einem Wohnhaus an der Hauptstraße klickten die Handschellen.

Verfahren vor der Jugendkammer

Seit Mittwoch müssen sich Marie-Louise R. und Alexander S. wegen räuberischer Erpressung vor dem Dresdner Landgericht verantworten – und zwar vor der Jugendkammer, denn die Angeklagten waren zur Tatzeit gerade einmal 18 Jahre alt. Den ersten Überfall soll er allein begangen haben. Die anderen vier sollen in „Bonnie und Clyde-Manier“ von beiden verübt worden sein. Sie ging rein, er wartete draußen. Beute insgesamt: 1275 Euro.

Bei der Durchsuchung der Wohnung wurde Beweismaterial sowie eine kleine Cannabis-Plantage gefunden. Die Polizei ging damals davon aus, dass die Überfälle der Drogenbeschaffung dienten. Über das ganze wer, wie und warum kann nur spekuliert werden, denn verhandelt wird hinter verschlossenen Türen.

Öffentlichkeit auf Antrag der Verteidiger ausgeschlossen

Auf Antrag der Verteidiger wurde die Öffentlichkeit ausgeschlossen. Dies sei im Interesse der Heranwachsenden geboten, begründete der Vorsitzende Richter die Entscheidung. „Der Schutz der Angeklagten übersteigt das öffentliche Interesse.“ Die junge Frau sei instabil, unsicher und habe eine reifeverzögerte Persönlichkeit. Alex S. leide unter Psychosen. Ein Urteil soll am 9. September fallen.

Von Monika Löffler

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