Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Lokales Neue Schulden in 2020: Muss das Städtische Klinikum Dresden Personal abbauen?
Dresden Lokales Neue Schulden in 2020: Muss das Städtische Klinikum Dresden Personal abbauen?
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:51 29.01.2020
Eigenbetrieb mit Altlasten: Blick auf das Haus Z in Friedrichstadt. Quelle: Anja Schneider
Dresden

Der Finanzausschuss hat dem Wirtschaftsplan des Städtischen Klinikums am Montagabend in nichtöffentlicher Sitzung mit großer Mehrheit zugestimmt. Lediglich die AfD-Vertreter stimmten gegen den Plan, der einige Zumutungen bereithält: So ist von einer schwarzen Null im Geschäftsjahr 2020 keine Rede mehr. Geplant ist ein Minus von rund 7,5 Millionen Euro.

Die Klinikleitung erklärte den Ausschussmitgliedern, die Prognosen für das Geschäftsjahr seien noch einmal verfeinert und an neue Gegebenheiten angepasst worden. Ein renommiertes Wirtschaftsprüfungsunternehmen hatte das Klinikum im vergangenen Jahr untersucht und soll empfohlen haben, die Einnahmeerwartungen für dieses Jahr nach unten zu korrigieren.

Abrechnung mit Krankenkassen schwierig

Der Kassenkreditrahmen für den laufenden Geschäftsbetrieb soll von 73,5 Millionen Euro auf 85 Millionen Euro erhöht werden. Der städtische Eigenbetrieb Städtisches Klinikum muss sich bei der Landeshauptstadt Geld borgen, um seine Liquidität sicherzustellen. Das liegt unter anderem auch daran, dass die Abrechnung mit den Krankenkassen schwierig ist und das Klinikum für viele Ausgaben in Vorleistung gehen muss.

Lesen Sie auch:

So schlecht steht es um das Städtische Klinikum Dresden

Die drei großen Probleme des Städtischen Klinikums Dresden

Fakt ist aber auch: Das kreditfinanzierte Klinikum wird nicht in der Lage sein, der Stadt das gesamte geborgte Geld zurückzuzahlen. Finanzbürgermeister Peter Lames (SPD) hat bereits laut über einen Schuldenschnitt nachgedacht. Das Geld dafür müsste aus dem städtischen Haushalt kommen.

Die Geschäftsführung stellte den Ausschussmitgliedern in Aussicht, dass sich die Zahlen ab 2023 stabilisieren werden. Dies solle unter anderem durch den Abbau von unrentablen Überkapazitäten gelingen. Auch dieser Schritt soll eine Empfehlung der Wirtschaftsprüfer sein. Kenner der Materie meinen, dass das Städtische Klinikum auch um einen Personalabbau nicht herumkommen werde.

Stadtrat befasst sich am Donnerstag mit Wirtschaftsplan

Die Landeshauptstadt stellt dem Klinikum bis 2023 insgesamt 28 Millionen Euro Investitionsmittel zur Verfügung. Problem: Das Geld fließt nur langsam und teilweise gar nicht ab. Auch für die Krankenhäuser Friedrichstadt und Neustadt wird es angesichts einer nach wie vor stabilen Konjunkturlage immer schwieriger, Unternehmen für Planungsleistungen und Bauvorhaben zu finden. Das hat bereits bei mehreren Sanierungs- und Neubauvorhaben zu Zeitverzug geführt.

Der Stadtrat wird sich auf seiner Sitzung am Donnerstag mit dem Wirtschaftsplan des Klinikums befassen.

Von Thomas Baumann-Hartwig

Mit Videostreaming, längeren Öffnungszeiten und Aufenthaltsqualität will der Direktor der Städtischen Bibliotheken Dresden die Leihbüchereien auch für die Generation „Netflix“ attraktiv machen.

28.01.2020

Die Landesbühnen Sachsen zeigen in Cyril Gelys „Diplomatie“ einen fiktiven Dialog, der 1944 Paris vor der Auslöschung gerettet hat. Der Zuschauer soll während des von Tine Josch inszenierten Kammerspiels das komplexe Dilemma der Entscheidungsfindung nicht allein den Figuren überlassen.

28.01.2020

Forscher aus Sachsen und Japan haben eine elektronische Magnethaut für Mensch und Roboter entwickelt. Wenn diese Technologie zur Marktreife gelangt, könnte sie beispielsweise Menschen helfen, durch fremden Umgebungen und virtuelle Welten ganz ohne GPS-Satelliten zu navigieren, indem sie das Erdmagnetfeld erfühlen.

28.01.2020