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Lokales Heute wieder Streik im Linienverkehr – auch Dresden betroffen
Dresden Lokales Heute wieder Streik im Linienverkehr – auch Dresden betroffen
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08:53 08.05.2019
Eine Straßenbahn der Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) fährt vor einem Verdi-Banner vorbei. Am Mittwoch soll erneut gestreikt werden. Quelle: Sebastian Kahnert/dpa
Dresden

Die Gewerkschaft Verdi hat in Sachsen für Mittwoch erneut zum Warnstreik im regionalen Linienverkehr aufgerufen. Beginnen soll die Aktion in der Nacht um zwei Uhr früh, wie Jörg Förster von Verdi mitteilte. Für 24 Stunden sollen Bus- und Straßenbahnfahrer, Schlosser, Fährleute, Verwaltungsangestellte und Auszubildende ihre Arbeit niederlegen. Für Fahrgäste kann es zu Einschränkungen kommen. Bereits am 10. und 25. April sorgten Warnstreiks für Verspätungen im regionalen Linienverkehr in weiten Teilen Sachsens.

Betroffen sind folgende zehn Verkehrsgesellschaften:

Regionalverkehr Erzgebirge GmbH (RVE)

Regionalverkehr Westsachsen Zwickau GmbH (RVW)

REGIOBUS Mittelsachsen GmbH

Euro Traffic Partner GmbH Chemnitz

Regionalverkehr Sächsische Schweiz-Osterzgebirge GmbH (RVSOE)

Verkehrsgesellschaft Meißen mbH (VGM)

Dresdener Verkehrsservice GmbH (DVS)

Regionalbus Oberlausitz GmbH (RBO)

Verkehrsgesellschaft Hoyerswerda GmbH (VGH)

Kraftverkehrsgesellschaft Dreiländereck Zittau-Löbau mbH (KVG)

Die Gewerkschaft fordert vom Arbeitgeberverband Nahverkehr (AVN) einen höheren Stundenlohn und die Anhebung des Auszubildendengehalts. Derzeit liegt der Stundenlohn eines Busfahrers laut Gewerkschaft bei 12,30 Euro. Dieser soll auf 15,66 Euro erhöht werden. Die Forderung sei „mehr als gerechtfertigt“, sagte Jürgen Becker von Verdi.

In anderen Bundesländern, etwa Sachsen-Anhalt, bekämen Arbeitnehmer bereits 15,66 Euro. „Unrealistisch“ nannte hingegen Udo Willms, Geschäftsführer des AVN, die Forderung. Bei der nächsten Verhandlungsrunde am Donnerstag strebe der AVN an, ein für die Verkehrsunternehmen „bezahlbares Tarifergebnis“ zu finden.

Wie viele der mehr als 3000 Beschäftigten und Auszubildenden sich am Warnstreik beteiligen werden, ist noch unklar. Die Gewerkschaft Verdi rechnet nach eigenen Angaben mit etwa 2500 Teilnehmern. Die nächste Verhandlungsrunde ist für kommenden Donnerstag geplant.

Von Theresa Held