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Lokales Mittelmeer-Schleuser in Dresden vor Gericht
Dresden Lokales Mittelmeer-Schleuser in Dresden vor Gericht
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22:05 16.05.2019
Vor dem Landgericht Dresden wird gegen einen 40-jährigen Palästinenser verhandelt, der Flüchtlinge übers Mittelmeer geschleust haben soll. Quelle: Anja Schneider
Dresden

Wegen des Einschleusens von Ausländern steht seit Donnerstag Mohamad K. vor dem Dresdner Landgericht. Die Generalstaatsanwaltschaft wirft den 40-Jährigen vor, mit einem Netzwerk von Komplizen Flüchtlinge über das Mittelmeer geschleust zu haben. Der Angeklagte – nach eigenen Angaben ein staatenloser, in Syrien geborener Palästinenser – lebte in der Türkei und organisierte Schlepperfahrten. Äußern wollte er sich dazu nicht.

Schrottreife Seelenverkäufer

Die Flüchtlinge wurden, so die Anklage, auf schrottreifen Seelenverkäufern von der Türkei nach Italien gefahren. Als 2015 diese Route mehr kontrolliert und deshalb für die Schleuser unsicher wurde, sollen die Flüchtlinge mit Schlauchbooten von der Westtürkei nach Griechenland transportiert worden sein. Über die „Balkanroute“ reisten die meisten dann illegal in die Bundesrepublik ein.

6000 Dollar fürs Schleusen

Mohamad K. war nicht der Einzige in dem einträglichen Geschäft. Für die Fahrten wurden je nach Jahreszeit zwischen 4500 bis 6000 Dollar verlangt. Eine konkrete Tatbeteiligung der einzelnen Bandenmitglieder nachzuweisen, sei schwierig, sagte ein Ermittler. Konkret geht es beim Angeklagten um acht Fälle, in denen in Deutschland aufgegriffene, illegal Eingereiste Angaben zu ihm und den Schiffen gemacht hatten. So kam ihm eine Sonderermittlungsgruppe der Bundespolizei auf die Spur und suchte mit europäischem Haftbefehl nach ihm.

Auslieferung 2018

Im Sommer 2018 wurde er in den Niederlanden festgenommen und auf Grund des Haftbefehls ausgeliefert. Die dortigen Behörden setzten ihn in einen Flieger nach Deutschland und der hatte Dresden als Ziel.

So landete der „internationale Fall“ hier. Der Prozess wird fortgesetzt.

Von Monika Löffler

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