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Lokales Mit Mut und Lust: Dresden macht in Sachen Fernsehturm jetzt Ernst
Dresden Lokales Mit Mut und Lust: Dresden macht in Sachen Fernsehturm jetzt Ernst
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19:34 07.10.2019
Rosige Aussichen für den Dresdner Fernsehturm: Pünktlich zum 50. Jubiläum sucht die Stadt einen neuen Betreiber. Quelle: dpa
München/Dresden

Seit Montag macht die Stadt richtig Ernst mit dem Fernsehturm. Auf der Immobilienmesse Expo Real startete sie offiziell die Suche nach einem Betreiber für das Restaurant und die „Event-Gastronomie“, die sich OB Dirk Hilbert und die Deutsche Funkturm als Eigentümer der Immobilie dort vorstellen.

Es war ein symbolträchtiges Datum: Genau vor 50 Jahren wurde der Dresdner Fernsehturm eröffnet. Auf der Expo Real gehe es immer um „höher, größer, weiter“, sagte OB Hilbert. „Da haben wir heute 252 Meter im Angebot.“ Er warb mit der Nähe zum Stadtzentrum (sieben Kilometer), dem „fantastischen Blick“ von der Wachwitzer Höhe und den „innovativen Ansätzen“, mit denen der Standort noch attraktiver gemacht werden solle.

„Am Denkmalschutz wird die Sanierung nicht scheitern“

In Planung ist ein Verkehrskonzept, das zum Beispiel eine Pendelstrecke für autonomes Fahren vom Parkplatz zum Turm vorsehen soll. Um modernste Technik zu zeigen und um den Autoverkehr aus der direkten Umgebung fernzuhalten.

„Am Denkmalschutz wird die Sanierung nicht scheitern“, versicherte Landeskonservator Ulf Furkert, auch wenn der Turm unter Denkmalschutz steht. Und er verwies auf die architektonische Besonderheit des Turmcafés mit seinen zwei Etagen und der offenen Galerie. Außerdem seien die beiden Aufzüge zu ihrer Zeit die schnellsten in der DDR gewesen.

Entscheidende Änderung für die Küche

Zwei neue Aufzüge wird die Deutsche Funkturm, Eigentümer aller Fernsehtürme in Deutschland, auch wieder einbauen. Zudem muss der Brandschutz auf den neuesten Stand gebracht werden. „Wir werden auch die Fenster und Fassade erneuern, den Eingangsbereich renovieren, und wir müssen Parkplätze schaffen“, sagte Peer Kollecker von der Deutschen Funkturm.

Eine entscheidende Änderung gibt es für die Küche. Sie kann aus Sicherheitsgründen nicht oben im Turm bleiben, sondern wird ein neues Gebäude am Turmfuß bekommen. Überhaupt sei der Turm „ein höchst komplexes Unterfangen“, allein die Planungen würden mindestens zwei Jahre dauern. „Da braucht es einen langen Atem.“

Dresdens OB Dirk Hilbert (l.) wirbt in München für den Fernsehturm. Quelle: Bernd Hempelmann

Bis Ende des Jahres können Interessenten sich bewerben

In die Planungen und die Gestaltung der Räume soll auch der zukünftige Betreiber schon mit einbezogen werden. „Nun suchen wir jemanden, der den Mut und die Lust hat, den Dresdner Fernsehturm zu betreiben“, sagte OB Hilbert. Bis Ende des Jahres können Interessenten sich bewerben – durchaus auch aus Dresden. Man habe die Suche nur auf der Expo Real gestartet, um mehr Auswahl zu haben. „Desto besser ist das Ergebnis“, hoffte Hilbert. Es müsse jemand sein mit Erfahrung in Event-Gastronomie – „und es soll ja auch ein Betriebskonzept entstehen, das viele Jahrzehnte trägt.“

Wann eine Eröffnung gefeiert werden könnte, da wollte sich niemand so recht festlegen – bis auf einen: Eberhard Mittag, Vorsitzender des Fernsehturm-Vereins, der entscheidend mit dazu beigetragen hatte, dass nun 25,6 Millionen Euro von Bund, Freistaat und Stadt für die Wiedereröffnung zur Verfügung stehen. Er war am Montag auch bei der PK am Sachsenstand zugegen. Gegenüber DNN meinte er, 2025 wäre doch ein schönes Datum. „Wenn Dresden auch europäische Kulturhauptstadt sein wird.“

Zunächst wird er aber erstmal am Sonnabend in Wachwitz sein. Dort wird am Fuß des Fernsehturms von 15 bis 17 Uhr der 50. Geburtstag des Fernsehturms gefeiert.

Von Bernd Hempelmann

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