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Lokales Misshandelter Sohn schweigt – Mutter freigesprochen
Dresden Lokales Misshandelter Sohn schweigt – Mutter freigesprochen
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11:39 29.05.2019
Das Gericht konnte nicht klären, ob die angeklagten Taten tatsächlich stattgefunden haben. Quelle: dpa/Peter Steffen
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Dresden

Wegen Misshandlung von Schutzbefohlenen stand am Dienstag eine 38-jährige Mutter vor dem Amtsgericht. Sie soll 2016 und 2017 ihren damals sechs und sieben Jahre alten Sohn mit der Faust kräftig in Bauch und Beine geboxt und einmal heiße Zigarettenasche auf den linken Unterarm geklopft haben. Ihr damaliger Lebensgefährte habe, so die Anklage, ihr dabei geholfen, indem er den Jungen festhielt. Der 52-Jährige war wegen Beihilfe angeklagt. Zudem noch wegen einiger Schwarzfahrten.

Gedächtnisschwund beim Vater

Beide Angeklagten machten keine Angaben zu den Vorwürfen. Der leibliche Vater des Jungen, der sich zur damaligen Zeit mit der Mutter einen erbitterten Sorgerechtsstreit lieferte, hatte die Taten bei der Polizei angezeigt. Sein Sohn habe ihm erzählt, dass die Mutter ihm weh getan hätte, hatte er damals angegeben. Seine Lebensgefährtin sei mit dem Jungen auch beim Arzt gewesen.

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Bei der Verhandlung hatte der Mann kompletten Gedächtnisschwund. Er konnte oder wollte nichts sagen. „Ich kann mich nicht erinnern, es ist so lange her“, erklärte er bei jeder Frage des Gerichts. Der heute neunjährige Sohn machte von seinem Zeugnisverweigerungsrecht Gebrauch. Da die Angeklagte seine Mutter ist, musste er nicht gegen sie aussagen. Für ihn gibt es jetzt eine richterliche Entscheidung zum Umgangsrecht. Er verbringt eine Woche beim Vater, eine Woche bei der Mutter.

Das Gericht konnte nicht klären, ob die angeklagten Taten tatsächlich stattgefunden haben. „Wir wissen nicht, ob etwas vorgekommen ist, wir können es einfach nicht nachweisen, deshalb werden die Angeklagten freigesprochen“, so der Vorsitzende Richter. Für seine Schwarzfahrten kassierte der 52-Jährige eine Geldstrafe.

Von ml