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Lokales Millionen für den Dresdner Breitensport
Dresden Lokales Millionen für den Dresdner Breitensport
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07:52 12.01.2019
Harter Platz für harte Männer: Dieses Bild soll sich ändern. Wacker Leuben soll einen Kunstrasenplatz erhalten. Quelle: Foto: Wolfgang Schmezler
Dresden

Der Sportverein Dresden Monarchs platzt aus allen Nähten. Präsident Sören Glöckner freut sich über eine Vielzahl an neuen Vereinsmitgliedern. „Wir müssen unser Trainingszentrum an der Bernsdorfer Straße erweitern“, weiß der Präsident. „Es wäre positiv, wenn wir dafür nicht nur vom Freistaat Fördermittel bekommen könnten, sondern auch von der Landeshauptstadt.“

Anke Wagner, sportpolitische Sprecherin der CDU-Stadtratsfraktion, sagt: „Wir wollen das Problem lösen.“ Gemeinsam mit Bürgerfraktion und FDP/Freie Bürger hat die CDU einen Antrag erarbeitet, der den Sport in den Jahren 2019 und 2020 deutlich besserstellen soll als von der Stadtverwaltung geplant. „Wir wissen, dass für die Sanierung des Heinz-Steyer-Stadions 33 Millionen Euro im Haushalt stehen. Das ist wirklich großartig, aber dieses Geld darf nicht zu Lasten von anderen Vorhaben im Sportbereich gehen“, so die Sportpolitikerin.

Die Rechnung: Mehr Mitglieder = höherer Etat

Breitensport fördern“ ist der Antrag überschrieben. „Sport ist der Kitt, der die Gesellschaft zusammenhält“, sagt Wolfgang Söllner, Präsident des Dresdner SC. „Wir begrüßen diese Initiative ausdrücklich.“ Der Breitensport sei die Basis für den Spitzensport.

Fünf Millionen Euro sollen dem Sport zusätzlich zur Verfügung gestellt werden, erläutert Wagner. Davon sollen 3,5 Millionen Euro in den investiven Bereich fließen. „Wir haben einen Sanierungsstau von über 50 Millionen Euro an den Sportanlagen“, konstatiert die CDU-Stadträtin, „diesen müssen abbauen.“ Für den Erhalt und Neubau von Vereinssportstätten sollen 2,5 Millionen Euro eingeplant werden und für die Anlagen des Eigenbetriebs Sportstätten eine Million Euro.

Gleichzeitig planen die drei Fraktionen einen flexiblen Finanzierungspool von 500.000 Euro pro Jahr. „Mit diesen Mitteln sollen kurzfristige Bedarfe zur Förderung des Vereinssports abgesichert werden“, so Wagner. So könnten die Kosten der Öffnung von Schulsportanlagen für die Allgemeinheit aus dem Fonds beglichen werden, aber auch der Einbau von Spezialausstattung in standardisierte Schulsporthallen.

Werterhalt, Investition und konsumtive Förderung

Für die konsumtive Sportförderung sollen 250.000 Euro zusätzlich eingeplant werden. In den vergangenen Jahren sei die Mitgliederzahl des Stadtsportbundes stark angestiegen. „Wir wollen, dass die Pro-Kopf-Mittel stabil bleiben und deshalb den Etat erhöhen“, so Wagner.

Thomas Blümel, Sportpolitiker der Bürgerfraktion, erklärte, ihm seien besonders die Sanierung der Tennenplätze von Wacker Leuben und der SG Striesen wichtig. „Beide Vereine warten schon lange darauf und sind schon mehrmals von der Liste gestrichen worden. Sie sollten endlich Kunstrasenplätze erhalten.“ „Wer sich mit den Dresdner Sportanlagen auskennt, weiß, dass da noch viel zu tun ist“, erklärte Jens Genschmar (FDP/FB). „Der Antrag ist richtig, weil eine große Zahl von Menschen davon profitieren.“

Robert Baumgarten, Geschäftsführer des Stadtsportbundes, begrüßt die Initiative. „Wir haben immer gesagt, dass der Sport mehr Geld benötigt als im Haushalt steht.“ Der Antrag berücksichtige den Dreiklang von Werterhalt, Investition und konsumtiver Förderung. „Das ist gut so.“

Von Thomas Baumann-Hartwig

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