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Lokales Milliardenprojekt: Grünes Licht für Verbreiterung der A 4 bei Dresden
Dresden Lokales Milliardenprojekt: Grünes Licht für Verbreiterung der A 4 bei Dresden
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18:46 23.08.2019
Die A4 bei Dresden zählt zu den am meisten befahrenen Autobahnen in Ostdeutschland. Quelle: Dietrich Flechtner
Dresden/Berlin

Grünes Licht für den Ausbau der A4 bei Dresden und in Ostsachsen: Der Bund hat Angaben des sächsischen Verkehrsministeriums zufolge einer Aufnahme der Planungen für den Ausbau der viel befahrenen Verkehrsachse im Bereich zwischen dem Dreieck Nossen und der Anschlussstelle Bautzen Ost zugestimmt. Der Freistaat hatte sich seit Jahren für eine Verbreiterung der Autobahn in Berlin stark gemacht. Die Kosten für den Ausbau werden auf mehr als 1,2 Milliarden Euro geschätzt.

Der Freistaat will den mehr als 32 Kilometer langen Abschnitt zwischen den Dreiecken Nossen und Dresden-Nord von jetzt sechs auf später acht Fahrstreifen erweitern lassen. Der Abschnitt zwischen Dresden-Nord und der Anschlussstelle Bautzen-Ost – insgesamt mehr als 53 Kilometer lang – soll von vier aus sechs Spuren ausgebaut werden. Den Angaben aus dem Dresdner Verkehrsministerium zufolge ist vorgesehen, die Deges mit den entsprechenden Planungen zu beauftragen.

Sachsens Verkehrsminister Martin Dulig (SPD) sprach in einer ersten Reaktion auf die frohe Kunde aus Berlin von einer großartigen Nachricht für Sachsen. „Wir haben beharrlich daran gearbeitet, den Bund als Eigentümer der Autobahnen davon zu überzeugen, dass diese Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur dringend notwendig und gerechtfertigt sind. Das ist uns jetzt endlich gelungen“, so der Minister. Neben dem Verkehrsministerium hatten sich auch verschiedene Landtagsabgeordnete aus der Region um Dresden und Ostsachsen für den Ausbau mit Nachdruck eingesetzt.

Besonders der Abschnitt zwischen dem Dresdner Norden und Nossen gehört zu den am meisten befahrenen Autobahnstrecken in Ostdeutschland. Der Verkehr hatte in den vergangenen Jahren stark zugenommen, vor allem die Anzahl der Laster war deutlich gestiegen. Auf der A 4 östlich vom Dresdner Flughafen liegt das durchschnittliche Verkehrsaufkommen inzwischen bei 67 000 Fahrzeugen am Tag im Bereich des Dreiecks Dresden-Nord und bei 57 000 Fahrzeugen im Raum Pulsnitz. In Spitzenzeiten sind dort bis zu 85 000 Fahrzeuge an einem Tag gemessen worden. Zahlen, die längst einen Ausbau rechtfertigen.

Perspektivisch ist zudem auch der Ausbau der Autobahn zwischen Bautzen und der polnischen Grenze angedacht. Zwar sind dort deutlich weniger Autos unterwegs als westlich der Spreestadt. Der Schwerlast-Anteil liegt allerdings bei rund 42 Prozent. Und: Prognosen gehen von einem weiteren Anstieg insbesondere im Güterverkehr aus. Der Ausbau der A 4 östlich von Bautzen ist deshalb in den Entwurf des Strukturstärkungsgesetzes aufgenommen worden. Die Kosten für das Vorhaben werden auf weitere 900 Millionen Euro geschätzt.

Martin Dulig äußerte sich zufrieden darüber, dass Berlin nun zeitnah reagiert habe. Der Ausbau zwischen Nossen und Pulsnitz war erst vor einem knappen Jahr offiziell beantragt worden, der für den Abschnitt zwischen Pulsnitz und Bautzen erst diesen Mai. „Ein Aufschieben auf den nächsten Bundesverkehrswegeplan wäre unverantwortlich gewesen, auch vor dem Hintergrund der Verbesserung der Erreichbarkeit des ostsächsischen Raumes und zur Unterstützung des Strukturwandels in der Lausitz. Mit diesem großen Erfolg untermauern wir unsere Bestrebungen für einen erfolgreichen Strukturwandel“, sagt Martin Dulig.

Von Sebastian Kositz

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