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Lokales Mieten für Mittelstand steigen – Dresden auf Platz vier
Dresden Lokales Mieten für Mittelstand steigen – Dresden auf Platz vier
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09:14 12.10.2018
Bezahlbarer Wohnraum in Ballungsgebieten wird zur Rarität. Quelle: dpa
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Dresden

Die Mieten in Deutschlands Großstädten steigen immer weiter. Vor allem junge Mittelschicht-Familien mit Kindern haben derzeit Probleme, bezahlbaren Wohnraum in Ballungsgebieten zu finden. Das zeigt nun ein Vergleich der 14 größten Städte des Onlineportals immowelt.de.

Spitzenreiter ist weiterhin München. Dort müssen Familien mit mittlerem Einkommen fast die Hälfte (45 Prozent) ihrer Einkünfte für die Warmmiete ausgeben. Doch mit Dresden liegt auch eine ostdeutsche Stadt im Ranking relativ weit vorne – nämlich auf Platz vier.

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Für den Vergleich wurde aus dem mittleren Einkommen und den Kosten für die Warmmiete die Wohnkostenquote einer Modellfamilie berechnet.

Dresden teilt sich den vierten Platz mit Nürnberg. Familien müssen hier 32 Prozent ihres durchschnittlichen Budgets von 3.444 Euro für die Warmmiete berappen. Damit liegt die Wohnquote im Elbflorenz sogar einen Prozentpunkt höher als in Stuttgart mit 31 Prozent.

Das beste Verhältnis von Warmmiete und Einkommen aller deutschen Großstädte mit mehr als 500.000 Einwohnern bieten Dortmund und Essen mit je 22 Prozent. In Dortmund beispielsweise kostet eine Wohnung zwischen 80 und 120 Quadratmetern 817 Euro, das mittlere Netto-Einkommen einer Familie beläuft sich dort auf 3.646 Euro.

Für die Analyse von Immowelt wurde das Durchschnittsgehalt für die jeweilige Stadt zugrunde gelegt und mit 150 Prozent pro Paar veranschlagt. Ein Partner arbeitet demnach Vollzeit, der andere in 50-Prozent-Teilzeit. Hinzugerechnet wurde die Zahlung von Kindergeld für zwei Kinder. Dieses Einkommen entspricht dem, was gemeinhin als Mittelschicht angesehen wird. Aus dem Verhältnis von Gesamteinkommen sowie Miet- und Nebenkosten der jeweiligen Stadt für eine familientaugliche Wohnung zwischen 80 und 120 Quadratmetern ergibt sich schließlich die sogenannte Wohnkostenquote.

Von fg

02.11.2018
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