Mehr Bußgeldverfahren wegen achtlos entsorgtem Müll in Dresden
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11:08 21.04.2019
Zum Littering gehört auch das Wegwerfen von Zigarettenkippen. Quelle: Daniel Reinhardt/dpa
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Dresden

In Dresden ist die Zahl der Bußgeldverfahren wegen achtlos weggeworfenen Mülls in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Im Vorjahr gab es laut Ordnungsamt 1439 Verfahren wegen Müllablagerungen etwa von Kaugummis oder Pappbechern.

Mannheim verlangt 100 Euro

Insgesamt wurden demzufolge Bußgelder in Höhe von etwa 33.000 Euro verhängt. 2017 waren es etwa 960 Verfahren, 2016 noch 770. Gerade die „Vermüllung“ an Stellen, wo Wertstoffcontainer stehen, habe zugenommen, teilte die Behörde mit.

Der Alaunpark – seit Jahren vor allem im Sommer von überquellenden Mülleimern gezeichnet. Quelle: Sth/Archiv

Auch in Chemnitz werden Menschen, die Müll auf der Straße fallen lassen, zur Kasse gebeten. Die Zahl der geahndeten Ordnungswidrigkeiten ging dort allerdings zurück: Im Vorjahr wurden 19 Anzeigen verzeichnet, 2017 waren es 16, teilte die Stadtverwaltung mit. Schwierig bei der Ahndung sei, dass die Täter auf frischer Tat ertappt werden müssen.

Für Diskussionen sorgte jüngst die baden-württembergische Stadt Mannheim. Dort müssen Müllsünder seit Anfang April 100 Euro zahlen, wenn sie einen Kaugummi auf die Straße spucken.

Hauptursache: Faulheit und mangelnde Erziehung

Aber wer spuckt eigentlich am meisten? Eine Studie zum sogenannten Littering - dem unachtsamen Wegwerfen von Müll - ergab, dass die Hauptsünder junge Erwachsene zwischen 18 und 30 Jahren sind. Zum Littering gehört jedoch auch das Wegwerfen von Kaffeebechern und Zigarettenkippen.

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Die Studie, auf die auch das Umweltministerium verweist, wurde im vergangenen Jahr vom Verband kommunaler Unternehmen (VKU) herausgegeben. Die Ergebnisse beziehen sich auf einen Langzeitstudie von 2005 bis 2017. Als Gründe für das Littering machte die Studie Faulheit und mangelnde Erziehung aus.

Von dpa

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