Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Lokales Massiver Einbruch bei Schiffstransport im Hafen Dresden
Dresden Lokales Massiver Einbruch bei Schiffstransport im Hafen Dresden
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:16 05.02.2019
Alberthafen in Dresden mit der Mühle hinter dem Hafenbecken. Die Umschlagzahlen für Schiffstransporte sind 2018 massiv eingebrochen. Quelle: Jürgen-M. Schulter
Dresden

Die niedrigen Wasserstände der Elbe haben den Gütertransport mit dem Binnenschiff im vergangenen Jahr auf ein Rekordtief sinken lassen. 2018 wurden in den Oberelbe-Häfen 152 000 Tonnen Güter mit dem Schiff umgeschlagen – knapp 22 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Die Herausforderung sei extrem groß gewesen, sagte der Geschäftsführer der Sächsischen Binnenhäfen Oberelbe GmbH, Heiko Loroff, am Dienstag in Dresden. Im Hafen in der Landeshauptstadt ging der Güterumschlag von Schiffen um fast 40 Prozent zurück.

Von Ende Juni bis Ende Dezember musste die Binnenschifffahrt bei Pegelständen von teils weniger als 50 Zentimetern komplett eingestellt werden. Erst seit Januar können wieder Schwerlasten auf dem Fluss transportiert werden. Rund 2500 Tonnen Güter, wie zum Beispiel Trafos, liegen noch auf Halde und warten darauf, ausgeliefert zu werden.

Straße gleicht Verluste fast vollständig aus

Die Verluste konnten durch den Transportzuwachs auf Straße und Schiene aber nahezu ausgeglichen werden. Insgesamt schlugen die Häfen 2,64 Millionen Tonnen Güter um und lagen damit nur knapp unter dem Vorjahresniveau. „Das zeigt: Wir können solche Stürme überstehen, ohne unterzugehen“, sagte Loroff. Am Transport auf der Wasserstraße werde festgehalten, die Häfen entwickelten sich dabei immer mehr zu komplexen Verkehrsknotenpunkten und Umschlagplätzen. Etwa 64 Prozent der Güter wurden 2018 in Sachsen mit dem Lkw transportiert, 30 Prozent mit der Bahn und sechs Prozent mit dem Schiff.

Zum Verbund gehören die Häfen in Torgau, Dresden, Riesa, Dessau-Roßlau (Sachsen-Anhalt) und Mühlberg (Brandenburg) sowie Decin und Lovosice (Tschechien). Vor allem der Riesaer Hafen, in dem Container auch gewartet und repariert werden, verbuchte ein Plus beim Umschlag von Containern. Beim Güterverkehr mit der Bahn legten vor allem die Häfen Roßlau (+ 21 Prozent) und Decin (+70 Prozent) zu.

Im Hafen Dresden wurden 2018 insgesamt 659 199 Tonnen Güter umgeschlagen, im Jahr davor waren es 670 424 Tonnen. Der Rückgang lag damit bei der Gesamtmenge bei 1,67 Prozent (minus 11225 Tonnen). Ganz anders sah dies beim Schiffsverkehr aus. Hier wurden im vergangenen Jahr lediglich 29871 Tonnen umgeschlagen, das waren etwa 39,7 Prozent weniger als im Jahr 2017, in dem noch 49562 Tonnen umgeschlagen worden waren. Am Gesamtumschlag macht das Schiff lediglich 4,5 Prozent aus.

Schiffe mit weniger Tiefgang

Den erhebliche Rückgang von 19691 Tonnen im Schiffsverkehr kompensierte fast vollständig der Lkw-Transport. Er stieg um 3,45 Prozent von 457303 Tonnen auf 473103 Tonnen (plus 15800 Tonnen). Damit fiel auch der leichte Rückgang auf der Schiene weniger ins Gewicht. Lag der Güterumschlag mit der Bahn 2017 noch bei 163559 Tonnen, waren es 2018 mit 156225 Tonnen 4,4 Prozent weniger (minus 7334 Tonnen).

Um die Elbe besser zu befahren, setzen die Reeder auf eine Schiffstechnik mit wenig Tiefgang. So gibt es in Kooperation mit der Deutschen Binnenreederei nun eine Linie für den Transport von Schwergutladungen, um die Oberelbe-Häfen besser an die Seehäfen anzubinden. Dabei können die beladenen Schiffe Fahrrinnen bis zu einer Tiefe von 120 Zentimetern nutzen.

Wenn die Engstellen nach den Vorgaben des Gesamtkonzeptes Elbe beseitigt werden, geht Hafen-Chef Loroff davon aus, dass in den nächsten Jahren ein Viertel mehr Schiffe den Strom befahren können. „Aber wir können kein Wasser zaubern.“

Von Christiane Raatz und Ingolf Pleil

Der Blitzer an der Bautzner Straße ist wieder in Betrieb. Vandalen hatten das Gerät beschädigt. Außerdem nimmt die Stadt am 21. Februar zwei neue Rotlichtblitzer in Betrieb.

05.02.2019

Der Geschäftsführer des Dresdner Energieunternehmens „Sunfire“ fordert mehr Unterstützung für synthetische Kraftstoffe. Wenn man Wasserstoff und E-Fuels die gleiche Chance geben würde wie batterieelektrischer Mobilität, könnte man den Kohlendioxid-Ausstoß gerade im Transportsektor erheblich minimieren.

05.02.2019

Am Freitag tagt eine Sondersitzung des Stadtrats. Es geht darum, ob die Budgets für Kultur, Soziales und Jugendhilfe aufgestockt werden. Die Initiative „Dresden kippt“ ruft zur Demonstration auf.

05.02.2019