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Lokales Marienbrücke bekommt Sperrfläche – weniger Platz für Autos
Dresden Lokales Marienbrücke bekommt Sperrfläche – weniger Platz für Autos
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07:01 02.06.2018
Im Advent 2017 gab es die Sperrung schon einmal, damals wurde sie durch Warnbaken markiert. Jetzt wird daraus eine dauerhafte Einrichtung.
Im Advent 2017 gab es die Sperrung schon einmal, damals wurde sie durch Warnbaken markiert. Jetzt wird daraus eine dauerhafte Einrichtung. Quelle: Anja Schneider
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Dresden

Auf der Marienbrücke gibt es künftig weniger Platz für Autos. Voraussichtlich am Sonntagmorgen beginnen Arbeiter damit, durch eine Sperrfläche auf der Fahrbahn eine der zwei Spuren in Fahrtrichtung Altstadt wegzunehmen. Da die Arbeiten bei laufendem Verkehr stattfinden und eine trockene Fahrbahn voraussetzen, wird zunächst wohl nur ein Teil der Sperrfläche abmarkiert. Der Rest der Arbeiten soll kommenden Sonntag erledigt werden.

Die Marienbrücke ist Unfallschwerpunkt. Immer wieder, so wie im Mai 2017 geschehen dort schwere Unfälle. Die Reduzierung auf eine Fahrbahn in Richtung Altstadt soll dem vorbeugen. Quelle: Roland Halkasch/Archiv

Für die Fahrbahnverschmälerung gibt es mehrere Gründe. Vor allem sollen Straßenbahnen der Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) davon profitieren. Derzeit werden sie vor allem im Berufsverkehr durch auf den Gleisen stehende Autos behindert, die sich von der Ampelkreuzung Könneritzstraße/Magdeburger Straße zurückstauen. Verlustzeiten von mehreren Minuten können sich die DVB auf der Marienbrücke nicht leisten, weil dort wegen der Sanierung der Augustusbrücke nicht nur die Linien 6 und 11, sondern auch die Linie 4 verkehrt. Im Advent 2017 wurde deshalb bereits mit einer Sperrung bis ungefähr auf Höhe des Altstädter Ufers experimentiert, wo die Einfahrt in die Haltestelle „Kongresszentrum“ beginnt und deshalb sowieso keine Autos die Gleise befahren. Eine Auswertung des zeitlich begrenzten Tests hat gezeigt, dass sich die Bedingungen für Autofahrer nicht wirklich verschlechtert, für die Straßenbahn aber deutlich verbessert hatten. Damit war für ein dauerhaftes Verbot, das Gleis zu überfahren, ein schlagkräftiges Argument geliefert.

Außerdem gilt die Marienbrücke nach wie vor als Unfallschwerpunkt. Zwar wurde bereits die Auffahrt von der Neustadtseite in Richtung Altstadt verengt, nachdem es dort immer wieder zu Unfällen wegen überhöhter Geschwindigkeit und Kontrollverlust auf regennasser Fahrbahn kam. Auf der Brücke selbst fanden dann jedoch „Platzierungsrennen“ zwischen Autofahrern statt, die um vordere Plätze in der Schlange an der nächsten Ampel rangen, wie Straßen- und Tiefbauamtsleiter Reinhard Koettnitz das Phänomen beschrieb. Das soll die Verengung auf eine Fahrbahn verhindern, genauso wie eine andere Unsitte: Auch das verbotene Linksabbiegen in die Devrientstraße, bei dem immer wieder das dortige Stoppschild umgefahren wird, soll durch die Sperrfläche erschwert werden.

Von uh

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