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Lokales Mangel an Büros in Dresden gefährdet Arbeitsplätze
Dresden Lokales Mangel an Büros in Dresden gefährdet Arbeitsplätze
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11:28 25.09.2019
Ein Hoffnungsschimmer für die Immobilienmakler: So soll der neue Bürokomplex am Postplatz aussehen. Quelle: Visualisierung: Knerer und Lang
Dresden

In Dresden herrscht akuter Mangel an Büroflächen. Der Immobiliendienstleister „BNP Paribas Real Estate“ sieht hohen Bedarf an neuen Flächen. „Wir brauchen zwingend weitere Angebote“, sagt BNP-Geschäftsführer Stefan Sachse, der das Dresdner Büro leitet.

Die Situation: Der Flächenumsatz ist gering

Im ersten Halbjahr 2019 wurden laut Sachse in Dresden rund 35 000 Quadratmeter Bürofläche umgesetzt. Der vergleichsweise geringe Flächenumsatz deute aber nicht auf eine sinkende Nachfrage hin. Im Gegenteil: Diese sei ungebrochen hoch. Das Ergebnis würde den absoluten Mangel an Büroflächen widerspiegeln.

Die Ursache: Deshalb gibt es so wenig Fläche

Wegen der niedrigen Mieten war es lange Jahre nicht lukrativ, in Dresden Bürogebäude zu planen und zu bauen. Stattdessen investierten Projektentwickler in Wohngebäude, Hotels und Einzelhandelsimmobilien. „In den vergangenen 20 Jahren wurde die Errichtung gewerblicher Immobilien vernachlässigt“, sagt Sachse. Der Leerstand liegt bei nur noch 4,5 Prozent, das entspricht 110.000 Quadratmetern.

Die Gefahr: Arbeitsplätze kommen nicht nach Dresden

Nur ein Bruchteil der Nachfrage könne wegen des Mangels gedeckt werden. Interessenten könnten sich insbesondere bei einem großen Flächenbedarf aber eben nicht einfach am freien Immobilien-Markt bedienen, sondern müssten auf Neubauten ausweichen. Dies stelle die künftigen Nutzer oftmals vor zeitliche Probleme, so der Paribas-Manager. Manch ansiedlungswilliges Unternehmen lässt die Finger von Dresden, weil sie hier auf die Schnelle keine geeigneten Büroflächen finden.

Die Preise: In der Spitze 15,50 Euro

Nicht nur die Wohnungsmieten haben angezogen, sondern auch die Preise auf dem Dresdner Büromarkt. In den Toplagen rund um den Neumarkt oder die Prager Straße beispielsweise liegen die Spitzenmieten bei 15,50 Euro pro Quadratmeter, die Durchschnittsmiete im Stadtgebiet beträgt 9,50 Euro.

Die Hoffnung: Neue Projekte in Planung

Laut Sachse sind in den nächsten Jahren Projekte mit einem Volumen von rund 330.000 Quadratmetern Bürofläche geplant. Der Haken: Rund 50 Prozent davon sind bereits vorvermietet oder werden für den Eigenbedarf errichtet. „Zudem ist nicht sicher, ob am Ende auch wirklich alle Vorhaben gebaut werden.“

Zuversichtlich stimme ihn, dass das Güntz-Areal an der Sparkasse in Johannstadtund das Schlosseck am Neumarkt im Bau seien. Die TLG Immobilien werde zwei Projekte auf der Großenhainer Straße und am Postplatz realisieren. „Wir gehen davon aus, dass in den nächsten fünf Jahren rund 250.000 Quadratmeter Bürofläche neu entstehen“, betonte Stefan Sachse.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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