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Lokales Loschwitzer Initiative ruft zu Bürgerwerkstatt auf
Dresden Lokales Loschwitzer Initiative ruft zu Bürgerwerkstatt auf
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15:21 07.10.2019
Kundgebung am 23. Februar in Loschwitz. Am 7. November ist die nächste Kundgebung geplant. Quelle: Anja Schneider
Dresden

Die Initiative „Weltoffenes Loschwitz“ lädt am Mittwoch ab 19 Uhr zu einer Bürgerwerkstatt in die Alte Feuerwache in Loschwitz ein. Thema ist die Kulturhauptstadtbewerbung der Landeshauptstadt Dresden, erklärte Martin Wosnitza von der Initiative. Wosnitza ist auch Stadtbezirksbeirat für die FDP.

„Menschen, die schon immer in Dresden leben und Menschen, die noch nicht so lange hier sind, lesen Texte, erzählen, drücken musikalisch aus, was für sie ihr Zuhause, ihre Heimat ist“, erläutert Wosnitza das Programm des Abends, zu dem sich die Musiker von „Banda Comunale“ und Paul Hoorn, vielen unter dem Namen Christoph Müller als Gründer der Band „Das Blaue Einhorn“ bekannt, angesagt haben.

„Wir sind hochengagiert und freuen uns auf die Bewerbung“, erklärt der Stadtbezirksbeirat. „Zu unserer Veranstaltung sind alle kulturinteressierten Menschen herzlich willkommen. Natürlich auch Herr Schindhelm.“

Empörung in der linken Szene

Michael Schindhelm, Kurator der Kulturhauptstadtbewerbung, wird zeitgleich um 19 Uhr wenige Meter entfernt im Kulturhaus Loschwitz im Gespräch mit Buchhändlerin Susanne Dagen das Konzept der Kulturhauptstadtbewerbung erläutern. Dagen ist seit September Stadträtin für die Freien Wähler und wie Wosnitza Mitglied im Stadtbezirksbeirat Loschwitz. Ihr werden enge Kontakte zur rechten Szene nachgesagt.

Der Auftritt von Schindhelm im Kulturhaus Loschwitz sorgte in der linken Szene für Empörung. „Michael Schindhelm wurde durch das Buchhaus eingeladen“, verteidigte Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch (Die Linke) schon im August die Zusage des Kurators zur Veranstaltung.

Kundgebung mit den Seenotrettern von „Mission Lifeline“

Wosnitza kündigte gegenüber DNN für den 7. November, 17 Uhr, eine weitere Veranstaltung an: eine Kundgebung zum 150. Todestag von Joseph Herrmann an der „Senfbüchse“ – gemeinsam mit den Seenotrettern von „Mission Lifeline“. „Dank unserer Initiative ,Weltoffenes Loschwitz’ wird das Relief des Joseph-Herrmann-Denkmals mit Fördergeldern der Stadt in dieser Woche restauriert“, so Wosnitza zum Anlass der Kundgebung.

Der Bildhauer Joseph Herrmann hat das Denkmal zum Andenken an seinen Vater Joseph Dominik Hermann errichtet, der am 24. Februar 1799 zwei Schiffbrüchige bei schwerem Eisgang aus der Elbe gerettet hatte. Am 23. Februar hatte Wosnitza bereits zu einer Kundgebung für die Seenotretter vor das Denkmal eingeladen – wenige Meter vom Buchhaus und Kulturhaus Loschwitz entfernt.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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