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Lokales Linke blasen zur Attacke auf Vonovia
Dresden Lokales Linke blasen zur Attacke auf Vonovia
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10:36 30.01.2019
Pia Barkow und André Schollbach mit dem Plakat vor dem Vonovia-Kundenzentrum in der Pfotenhauerstraße. Quelle: Anja Schneider
Dresden

Mit dem Thema Wohnen haben die Linken vor fünf Jahren die Kommunalwahl gewonnen. In vier Monaten wird wieder gewählt – Wohnen ist das Thema einer Kampagne, für das die Linke 200 Plakate in Dresden platziert. „Vonovia kontrollieren. Mieter schützen“, steht auf den Plakaten, die Fraktionsvorsitzender André Schollbach und Sozialpolitikerin Pia Barkow am Dienstag vor dem Vonovia-Kundenzentrum in der Pfotenhauer Straße vorstellen.

Auf der Stadtratssitzung am 14. Februar wird es eine Aktuelle Stunde zum Thema Vonovia geben. „Wir haben die Aktuelle Stunde beantragt und wollen die Mieterinnen und Mieter darauf hinweisen“, erklärte Schollbach. Die Linken fordern per Stadtratsantrag eine Tiefenprüfung bei der Vonovia, die die 38000 Wohnungen der städtischen Wohnungsgesellschaft Woba übernommen hat. Es gebe Grund zu der Annahme, so Schollbach, dass der Großvermieter systematisch rechtswidrige Mieterhöhungen vornehme und den Mietern überhöhte Betriebskosten in Rechnung stelle.

„Wir erhalten unglaublich viele Zuschriften zu der Thematik“, sagt Stadträtin Pia Barkow. „Viele Menschen kommen mit ihrer Betriebskostenabrechnung zu uns. Sie sind empört.“ Bei ihrem Vermieter könnten sie ihren Unmut nicht äußern, so Barkow, da das Unternehmen über die Hotline nicht zu erreichen sei. Die Kundenzentren hätten eingeschränkte Öffnungszeiten oder seien ganz geschlossen, so die Linke-Politikerin.

Zusammenhänge mit dem Kommunalwahlkampf bestreitet Schollbach. „Ich sehe es als ein Thema, mit dem viele Menschen ein Problem haben.“ Hätte die Stadt 2006 die kommunalen Wohnungen nicht an ein Privatunternehmen verkauft, würde es das Problem nicht geben, so der Fraktionsvorsitzende.

Vonovia-Sprecherin Bettina Benner erklärte: „Wir weisen den Vorwurf, systematisch Betriebskosten überhöht abgerechnet sowie Mieterhöhungen rechtswidrig vorgenommen zu haben, zurück.“ Vonovia befinde sich in Dresden in aktivem Austausch mit dem Mieterverein. Auch zur Thematik der Nebenkosten habe es Gespräche gegeben. „Unsere Betriebskosten liegen rund 7 Prozent unter dem bundesweiten Betriebskostenspiegel des Deutschen Mieterbundes“, so die Vonovia-Sprecherin.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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