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Lokales Letzte Kinderuni des Jahres in Dresden: Das Geheimnis der DNA
Dresden Lokales Letzte Kinderuni des Jahres in Dresden: Das Geheimnis der DNA
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17:36 28.11.2019
Bioinformatiker Dr. Michael Hiller bei der Kinderuni. Quelle: Anja Schneider
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Dresden

Brokkoli ist wohl auf den wenigsten Kindertellern gern gesehen. Doch wir Menschen sind auf vitaminreiches Gemüse wie dieses angewiesen, da wir selbst kein Vitamin C bilden können. Dafür fehlt uns das Gulo-Gen. „Was bitte?“ fragen Sie sich jetzt womöglich. Die Jungen und Mädchen der Kinderuni waren weniger verdutzt, weil Bioinformatiker Michael Hiller ihnen schon erklärt hatte, was es mit Genen auf sich hat und wie die DNA funktioniert.

Alle Lebewesen bestehen aus großen Zellhaufen

Die Vorlesung „Was kann uns die DNA über die Fähigkeiten von Lebewesen verraten?“ war die letzte für dieses Semester. Michael Hiller vom Max-Planck-Institut für Zellbiologie und Genetik hatte die schwierige Aufgabe, den Kindern das zu erklären, was uns alle ausmacht: die komplexe Struktur der Desoxyribonukleinsäure (DNS, englisch auch DNA abgekürzt), die unsere Erbgut-Informationen speichert.

Er begann mit eineiigen Zwillinge, die alle kannten und das auch lautstark zum Ausdruck brachten. Natürlich gibt es nicht nur bei Zwillingen offensichtliche und versteckte Ähnlichkeiten. Jeder Mensch hat Augen, eine Nase, einen Mund sowie innere Organe. Und all das besteht aus Zellen. Einfach gesagt sind wir und alle anderen Lebewesen einfach nur große Zellhaufen.

Der Mensch besteht aus rund 100 Billionen Zellen

Der Mensch besteht aus rund 100 Billionen Zellen – eine unvorstellbare Zahl. Nachdem Hiller den jungen Teilnehmern die unterschiedlichen Arten der Zellen erklärte, ging er genauer auf die Funktionen ein. Eine Darmzelle beispielsweise ist für die Verdauung verantwortlich. Doch woher weiß diese Zelle das? Für diese Funktion sind die Proteine verantwortlich. Und die werden von den Zellen selbst gebildet. Diese Proteine wiederum bestehen aus Aminosäuren, von denen es 20 gibt. Spätestens hier rauchten einigen Teilnehmern die Köpfe.

Ein voller Hörsaal und jede Menge Informationen. Auch bei der letzten Veranstaltung der diesjährigen Kinderuni erschienen die wissbegierigen Kinder in Scharen und lernten interessante Fakten rund um die DNA.

„Die Info steckt in der DNA“

Doch es wurde noch komplizierter: Die Zelle muss ja noch herausfinden, was ihr die Abfolge von den Aminosäuren eigentlich sagen soll. „Diese Info steckt in der DNA“, verkündete Hiller und war damit im Kern der Vorlesung angekommen. „Ich verspreche euch, dass ihr in fünf Minuten eine neue Sprache beherrscht“, motivierte er die Menge und spielte auf die „bunten Perlen“ an, aus der eine DNA – vereinfacht dargestellt – besteht. Diese Abfolge von Nukleinsäuren beinhaltet all unsere biologischen Fähigkeiten.

Ein Teil einer solchen Abfolge wird Gen genannt. Hiller vergleicht die DNA mit einem „gigantischen Buch“, in dem ein Gen ein Satz ist. Klingt einfach. Mithilfe eines Wörterbuches lässt sich dieses Gen in Proteine übersetzen und so weiß die Zelle schließlich, was sie zu tun hat. Das Wörterbuch hilft den Wissenschaftlern, die Gene zu übersetzen. So konnten sie herausfinden, dass uns Menschen das Gen zur Bildung von Vitamin C fehlt und wir um den Brokkoli nicht drumherum kommen. Das finale Quiz meisterten die Kinder wie kleine Wissenschaftler. Es ist also auch was hängen geblieben, trotz der komplexen Thematik.

Die Anmeldung zum Kinderuni-Sommersemester beginnt am 24. Februar 2020, 8 Uhr, unter www.ku-dresden.de

Von Lisa-Marie Leuteritz

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