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Lokales Lebensmittel vor der Tonne bewahren
Dresden Lokales Lebensmittel vor der Tonne bewahren
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18:14 22.05.2018
Ein Fall für die Tonne oder noch genießbar? Das Siegerzukunftsprojekt will die Ressourcenverschwendung stoppen. Quelle: dpa
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Dresden

Klare Fronten bei der Internetabstimmung „Zukunftsstadt Dresden“: Das Projekt „Zur Tonne“ von mehreren Partnern wie der Treberhilfe und der Dresdner Tafel lag nach Schließung der Liste mit 740 Stimmen unangefochten vorn. Auf Platz zwei folgte das Projekt „Lebensraum Schule – gemeinsam gestalten“ mit 664 Stimmen vor „Grüner Radweg als Pfad der Erfindungen“ mit 655 Stimmen.

Die Dresdnerinnen und Dresdner konnten knapp zwei Wochen lang über von Bürgern und Bürgerinitiativen ausgedachte Zukunftsprojekte abstimmen – 3174 Einwohner hatten bis zum Dienstagnachmittag davon Gebrauch gemacht. Das Siegerprojekt soll Mittel aus einem Fonds von Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) für die Realisierung erhalten. Dabei handelt es sich um 120 000 Euro. Die zweit- und drittplatzierten Vorhaben erhalten anteilig 80 000 Euro als Anschubfinanzierung.

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„Zur Tonne“ will genießbare Lebensmittel sammeln, die sonst weggeworfen worden wären. Aus den eingesammelten Produkten sollen gesunde und nachhaltige Gerichte gekocht werden. „Schluss mit der Verschwendung von Ressourcen!“, ist die Maxime des Projektes. „Lebensraum Schule – gemeinsam gestalten“ will vor allem mehr lebendiges Grün auf Schulhöfe bringen, das drittplatzierte Projekt strebt einen Radweg als Grünzug mit interaktiven Wissensstationen von Zschieren zum Großen Garten an.

Aufatmen in der Stadtverwaltung: Ein Projekt, das in den Verdacht geraten war, von einem Reichsbürger eingereicht worden zu sein, ist aus den Top drei herausgefallen. Die Verwaltung hatte eine nähere Untersuchung angekündigt. Da das Projekt nicht finanziert wird, wurde ein möglicher Eklat vermieden.

Das City Management Dresden landete mit seinem Vorhaben „Dresden macht sich stark – für den Wiener Platz“ mit 165 Stimmen auf dem fünften Platz. Das Netzwerk wollte seinen Teil dazu beitragen, dem Platz vor dem Hauptbahnhof mehr Aufenthaltsqualität zu verleihen. Ein Projekt, das die Pflanzung von Obstbäumen auf öffentlichen Straße und Plätzen in Angriff nehmen wollte, kam auf dem achten Platz mit 72 Stimmen ein.

Die Sieger werden auf einer Zukunftskonferenz am 2. Juni prämiert. Mit dem Wettbewerb und der Umsetzung der Projekte will Hilbert die Bürgerbeteiligung stärken. Dresden will außerdem beim Bundeswettbewerb Zukunftsstädte in die dritte Runde kommen und verspricht sich einen Wettbewerbsvorteil von der Umsetzung der ersten Projekte.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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