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Lokales Landtagswahl 2019 – Das sind die Gewinner und Verlierer in Dresden
Dresden Lokales Landtagswahl 2019 – Das sind die Gewinner und Verlierer in Dresden
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22:21 02.09.2019
Am Sonntag haben die auch Dresdner über den neuen Landtag in Sachsen abgestimmt. Quelle: DNN
Dresden

Eine hohe Wahlbeteiligung, ein Wahlsieger, der sich nicht freuen kann, und ein Aufsteiger, der sich mehr erhofft hätte – die Landtagswahl 2019 hat allerhand zu bieten. Auch persönliche Geschichten, die in Dresden und im Umland spielen. Das sind die Gewinner und Verlierer:

Die Gewinner:

Thomas Löser (Grüne) Quelle: PR

Thomas Löser (Grüne): Dresden ist eine mehrheitlich konservative Stadt, kein einfaches Pflaster für Parteien aus dem linken Lager. Insofern darf es sich Thomas Löser hoch anrechnen, als erster Direktkandidat der Grünen ein Mandat in Dresden gewonnen zu haben – noch dazu als Neuling auf dem Landesparkett. Mit 24,1 Prozent setzte er sich im umkämpften und nicht ganz einfachen Wahlkreis gegen Gunter Thiele und André Schollbach durch – beides Verlierer der Wahl und schaffte das Novum in Dresden. Alle anderen Wahlkreise gingen an Direktkandidaten der CDU.

Barbara Klepsch (CDU) Quelle: PR

Barbara Klepsch (CDU): Zu ihnen gehört auch Sozialministerin Barbara Klepsch, die sich im als schwierig geltenden Wahlkreis Dresden 7 mit 25,3 Prozent durchsetzte, in dem vor ihr der frühere Innenminister Markus Ulbig (CDU) das Mandat holte. Unter ihren Parteikollegen haben Kultusminister Christian Piwarz mit 32,4 Prozent im Wahlkreis Dresden 2 und Lars Rohwer – ganz ohne Ministerbonus – mit 31 Prozent im Wahlkreis Dresden 6 die größten Anteile an Erststimmen geholt. Ebenfalls beachtlich: CDU-Kandidat Ingo Flemming holte als Neuling mit 30,3 Prozent der Erststimmen den Wahlkreis Dresden 3.

Valentin Lippmann (Grüne) Quelle: PR

Valentin Lippmann (Grüne) wurde im Wahlkreis Dresden 1 von Platzhirsch und CDU-Landtagsfraktionschef Christian Hartmann übertrumpft. Aber er hat sich mit 22,6 Prozent hinter Hartmanns 28,7 Prozent gut geschlagen. Lippmann, der bereits eine bekannte Größe im Landtag ist, rückt nun über die Landesliste wieder ins Parlament ein.

Die Verlierer:

Gunter Thiele (CDU) Quelle: PR

Gunter Thiele (CDU): Dass der Wahlkreis Dresden 5 umkämpft ist, zeichnete sich ab. Traten dort doch mit dem André Schollbach (Linke) und Thomas Löser (Grüne) eine landespolitisch namhafte Größe und ein smarter Dresdner Fraktionschef an, der noch dazu von der Grünen-Erfolgswelle gepusht wurde. Thiele ließ sich davon nicht aus der Ruhe bringen, ward im Wahlkampf kaum bis gar nicht gesehen. Das langte nicht: 23,5 Prozent für den CDU-Kandidaten bedeuten eine herbe Niederlage. Nicht nur, weil Löser ihm mit 0,6 Prozentpunkten mehr das Direktmandat wegschnappte. Sondern vor allem, weil das Potenzial für ihn da gewesen wäre: Bei den Zweitstimmen hat die CDU den Wahlkreis deutlich vor den Grünen gewonnen. Thiele schafft es auch nicht über die Landesliste ins Parlament.

André Schollbach (Die Linke) Quelle: Archiv

André Schollbach (Linke): Der Linke-Politiker ist der zweite Verlierer im Wahlkreis Dresden 5. Ihn kennen nicht nur die Dresdner, weil er in Stadtrat wie Landtag ein Gespür für populäre und popu­listische Themen bewiesen hat. 18,7 Prozent für ihn sind zwar das beste Ergebnis für einen Linke-Direktkandidaten, genügen Schollbach jedoch nicht. Da er auf der Landesliste zu weit hinten steht, schafft er es nicht in den nächsten Landtag.

Holger Zastrow (FDP) Quelle: PR

Holger Zastrow (FDP): Der FDP-Politiker ist streng genommen kein Dresdner Verlierer, weil er die Konkurrenz mit Platzhirsch Christian Hartmann (CDU) vermied und lieber im Wahlkreis Bautzen 3 antrat. Dort holte er mit 13,5 Prozent auch ein gutes Ergebnis, hatte jedoch keine Chance gegen die Kandidaten von AfD und CDU. Und zuhause in Langebrück/Schönborn: Da bekam die FDP sogar 22 Prozent – ein Zastrow-Effekt in Abwesenheit. Da es für die FDP landesweit nicht zu fünf Prozent gelangt hat, bleibt der unter seinen Dresdner Parteigenossen umstrittene Zastrow mit seiner Partei draußen vor der Landtagstür. Es bleibt ihm ein Platz in der unruhigen FDP-Stadtratsfraktion.

Antje Hermenau,(Freie Wähler) Quelle: dpa

Antje Hermenau und Steffen Große(Freie Wähler): Das Spitzen­-duo der Freien Wähler hatte die Landtagswahl schon verloren, da hatte sie noch gar nicht begonnen: Nach einer Nominierungspanne wurden in der Landeshauptstadt keine Direktkandidaten zugelassen. Entsprechend mau fällt das Ergebnis aus: nur 2,9 Prozent bedeuten trotz Zuwachs einen Platz unter „ferner liefen“. Landesweit lief es mit 3,3 Prozent auch nicht viel besser.

Steffen Große (Freie Wähler) Quelle: Dietrich Flechtner

Von Uwe Hofmann

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