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Lokales Kulturwerkschule Pieschen startet im August
Dresden Lokales Kulturwerkschule Pieschen startet im August
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07:53 15.07.2019
Die Kulturwerkschule Pieschen wird in den ersten Jahren als Interimslösung in einem Gebäude am Weißen Hirsch in der Luboldtstraße starten. Ein eigenes Schulgebäude in Pieschen entsteht erst noch. Quelle: Anja Schneider
Dresden

Es ist so gut wie vollbracht. Die privat initiierte Kulturwerkschule Pieschen hat alle nötigen Genehmigungen in Aussicht, die sie benötigt, um im zweiten Anlauf endlich zu starten. „Wir sind einfach nur glücklich“, kommentierte Dr. Michael Hecht, einer der vier Gründer, den nahen Erfolg.

Noch im vergangenen Jahr war sowohl die Gründung der Grundschule wie später auch die der Oberschule vom sächsischen Landesamt für Schule und Bildung (Lasub) abgelehnt worden. Die Initiative hatte im November 2018 neue Anträge eingereicht und war wegen der abgelehnten Oberschule sogar vors Verwaltungsgericht gezogen.

Nun scheint alles in der Spur, im August soll es losgehen. Das Lasub hat die Genehmigungen für die Oberschule für den 5. Juli in Aussicht gestellt, die Grundschule soll bis spätestens zum 9. August grünes Licht bekommen.

Da die neue Schule auf der eigens erworbenen Fläche gegenüber dem Stadtteilhaus Rudi erst in fünf bis sieben Jahren gebaut sein wird, müssen die ersten Klassen in einem Übergangsgebäude starten. Pieschen bietet da derzeit nichts Geeignetes – deshalb werden die Kinder vorerst in einem kleinen Schulhaus auf der Luboldtstraße am Weißen Hirsch unterrichtet. Das nehmen die Eltern in Kauf – sie sind vom Konzept überzeugt. Sollte sich nach Ablauf des ersten Jahres kein anderes Provisorium finden, „kommen 2020 Container“, hatte Michael Hecht den DNN im Februar angekündigt. Träger der Schule ist eine von Erziehungswissenschaftlern und Lehrern gegründete gemeinnützige GmbH.

Beginnen wird im August eine Grundschulklasse, in der Kinder der Klassenstufen eins bis drei gemeinsam lernen. Auch eine Oberschulklasse (Klassenstufe 5) erhält Unterricht. Das Schulkonzept hat viele Anhänger, sagen die Gründer. Nicht nur, weil Kultur und Werken im Konzept ganz oben stehen, sondern weil die Schule auf Vernetzung im Stadtteil setzt, auf ein solidarisches Miteinander, das alle Schichten anspricht und das Leben in Pieschen widerspiegeln soll.

Bis zur 9. Klasse wird es keine Noten geben – altersübergreifender Unterricht gehört langfristig zum Plan, so Hecht. Unterschiedlichem Lerntempo soll durch individuelles Lernen Rechnung getragen werden, doch gefördert werden auch gemeinsame Lernwege in der Gruppe – es gehe schließlich auch um die Kultur des Umgangs miteinander.

Von Barbara Stock

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