Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Lokales So viel sollen die Karten für den Kulturpalast künftig kosten
Dresden Lokales So viel sollen die Karten für den Kulturpalast künftig kosten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:26 20.09.2019
Herausragender Konzertsaal: Blick in den Kulturpalast Dresden. Quelle: Sebastian Kahnert/dpa
Dresden

Wenige Tage vor dem Jubiläum „50 Jahre Kulturpalast“ am 5. Oktober kommt die Stadtverwaltung mit ei­nem besonderen Geburtstagsgeschenk daher: „Eintrittspreise der Dresdner Philharmonie ab Spielzeit 2020/2021“ heißt die Vorlage aus dem Haus von Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch (Die Linke). Und wenn die Kulturverwaltung über Preise nachdenkt, geht es meist nicht um eine Senkung.

Die Forderung: Zugang für alle Bevölkerungsschichten

Die aktuellen Eintrittspreise gelten seit der Wiedereröffnung des Kulturpalastes im Mai 2017. Damals hatte der Kulturausschuss des Stadtrats gefordert, dass die Preisstruktur zunächst beobachtet, evaluiert und später an das Marktumfeld angepasst werden soll. Nichts anderes geschieht nun, erklärt Klepsch in der Vorlage und formuliert den Anspruch: „Grundsätzlich sollten die Konzertveranstaltungen der Dresdner Philharmonie sowie die weiteren künstlerischen Angebote des Hauses für alle Bevölkerungsschichten möglichst barrierefrei und finanziell leistbar mit Ermäßigungsberechtigungen zugänglich sein.“

Die Idee: Noch günstigere und teurere Kategorien

Deshalb will die Kulturverwaltung eine neue Preiskategorie 6 einführen, die noch günstiger ist als die bisherige Kategorie 5. Gleichzeitig gebe es aber einen Teil des Publikums, der höhere Preise für eine hohe Qualität und Wertigkeit der Darbietungen zu zahlen bereit ist. Klepsch schlägt vor, eine neue, teurere Preiskategorie 0 einzuführen. Dieses Mo­dell bewirke, dass die Anhebung in den oberen Preiskategorien sich vor allem auf Spontankäufer und Touristen auswirke, während die Dy­namisierung der unteren Preiskategorien maßgeblich Geringverdienern zugute komme.

Lesen Sie auch:
Ist die geplante Schallschleuse am Kulturpalast zu klein?

Die Preise: So viel soll es künftig kosten

Die 73 Plätze der Premiumkategorie 0 sollen 55 Euro bei Philharmonischen Konzerten kosten, in der Kategorie I sind 45 statt bisher 39 Euro geplant. Kategorie II kostet 39 statt 34 Euro, Kategorie III 33 statt 29 Euro, Kategorie IV 25 statt 23 Euro und Kategorie V bleibt stabil bei 18 Euro. Mindestens 20 Plätze pro Veranstaltung sollen als Kategorie VI für 5 Euro pro Ticket angeboten werden. Auch die Abonnementspreise sollen steigen. So sollen neun Konzerte in Kategorie I künftig 243 Euro statt 210,60 Euro kosten. In Kategorie IV ist eine Erhöhung von 124,20 Euro auf 135 Euro bei neun Konzerten geplant. Kategorie V bleibt stabil bei 97,20 Euro.

Der Vergleich: Dresden ist immer noch günstig

Im Vergleich zu anderen Konzerthäusern sind die Preise für die Philharmonie immer noch günstig. Im Gewandhaus in Leipzig kostet die Kategorie I 69 Euro, im Konzerthaus Berlin 56 Euro. Die Staatskapelle Dresden verlangt 82 Euro in der Premiumkategorie und 67 Euro in Kategorie I.

Lesen Sie auch:
Alte neue Heimat – 50 Jahre Kulturpalast Dresden

Die Externen: Kosten für Beschallungsanlage ab 2021

Die Miete für externe Nutzer des Konzertsaals bleibt nach den Plänen der Kulturverwaltung stabil. Ab 2021 soll aber bei Konzerten, bei denen die neue Beschallungsanlage des Kulturpalastes genutzt wird, ein Zuschlag von 500 Euro anfallen. Heißt: Wer ein Konzert mit Eintrittspreisen von bis zu 160 Euro veranstaltet, zahlt 14 000 Euro Miete – plus 500 Euro für die Nutzung der Anlage. Für kostenlose Veranstaltungen wird eine Miete von 3000 Eu­ro fällig, mit Anlage dann 3500 Eu­ro. Hintergrund: Die Anlage muss noch installiert werden. Au­ßerdem sind die meisten Konzerte für 2020 schon eingetütet, so dass die Preise nicht mehr verändert werden können.

Die Abstimmung: Stadtrat entscheidet im November

Die Pläne der Kulturbürgermeisterin werden jetzt im Kulturausschuss und im Finanzausschuss diskutiert. Der Stadtrat entscheidet am 21. November über die neuen Preise.

Lesen Sie auch:
Der lange Weg zum Umbau des Kulturpalastes – eine Chronologie

Von Thomas Baumann-Hartwig

CDU-Kreisvorsitzender Christian Hartmann hat seinen Rückzug von dem Amt angekündigt, die Partei sucht einen Nachfolger. Jetzt hat sich der erste Bewerber in einem Ortsverband vorgestellt: Es ist kein Berufspolitiker, sondern ein Unternehmer.

20.09.2019

Bevor die Doppelhaltestelle Kesselsdorfer Straße in reichlich einer Woche in Betrieb geht, ist für die Dresdner Verkehrsbetriebe noch viel zu tun. Neben vielen Messungen und Kontrollen spielt dabei auch eine Straßenbahnparade eine Rolle.

20.09.2019

Pieschen hat nun ein eigenes Parlament. Der Stadtteilbeirat für Pieschen-Süd, Mickten und Übigau gibt im September das erste Mal Fördergeld für Projekte im Stadtteil aus. Zum neuen Gremium gibt es jedoch auch kritische Stimmen.

19.09.2019