Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Lokales Künstliche Intelligenz für die Maschinenwelt
Dresden Lokales Künstliche Intelligenz für die Maschinenwelt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:21 28.11.2019
Wollen künftig enger bei Technologieprojekten kooperieren: Smart-Systems-Hub-Chef Michael Kaiser (links) und Direktor Uwe Gäbler vom neuen KI-Entwicklungszentrum von Infineon Dresden. Quelle: Heiko Weckbrodt
Dresden

Der Trendtechnologie „Künstliche Intelligenz“ (KI) jagen weltweit viele Konzerne und Regierungen nach. Dresden will in dieser Disziplin künftig in der ersten Liga spielen – und das ist durch eine Spezialisierung auf mobile, stromsparende und eher industrienahe Lösungen durchaus möglich. Das haben KI-Experten auf der Konferenz „hub:disrupt – Künstliche Intelligenz konkret“ bei Infineon Dresden eingeschätzt.

Rund 150 Ingenieure und Wissenschaftler, Unternehmer und Gründer sind zu diesem Treffen auf Einladung des sächsischen Netzwerkes „Smart System Hub“ in die Elbestadt gekommen. Sie wollen hier künftige gemeinsame Entwicklungsprojekte ausloten. Zudem haben sich zum Konferenzauftakt die Forschungsstandorte Dresden, Hamburg, Karlsruhe und München zu einem KI-Verbund „AI4Germany“ zusammengeschlossen.

Europa, Deutschland und Sachsen sollten gar nicht erst versuchen, Google direkte Konkurrenz zu machen und zum Beispiel KI-Universalprozessoren zu bauen“, schätzte Direktor Uwe Gäbler vom neuen KI-Entwicklungszentrum von Infineon Dresden ein. Amazon, Alibaba, Google, Nvidia und andere Riesen hätten da schon die Nase zu weit vorn. „Ich sehe aber für uns gute Chancen, auch international Spitzenpositionen einzunehmen, wenn wir uns auf Künstliche Intelligenz für hoch spezialisierte Hardware mit wenig Energieverbrauch zum Beispiel für mobile Anwendungen und den Industrieeinsatz fokussieren.“

Auch in den hochautomatisierten Zukunftsfabriken der „Industrie 4.0“ sieht Michael Kaiser gute Perspektiven für sächsische KI-Technik: „Wir haben hier am Standort etablierte Automatisierungs-Unternehmen wie Fabmatics und innovative junge Firmen wie Wandelbots“, argumentierte der Chef des Dresdner „Smart Systems Hubs – Enable IoT“. Wenn es seinem „Hub“ gelinge, solche Robotikexperten und Maschinenbauer mit den hiesigen Chipfabriken und Forschungsinstituten zu gemeinsamen Produktentwicklungen zu vernetzen, könne das zu innovativen Lösungen beispielsweise im Automobilbau und in der Energietechnik führen.

Besonders große Hoffnungen verknüpfen die Sachsen derzeit mit dezentralen KI-Konzepten, sprich: Sie wollen zum Beispiel Sensoren, die enorme Datenmengen liefern, mit künstlichen Nervenzellen versehen, die maschinell lernen können – und damit die zentralen Bordrechner von Robotern und Autos vor einer Datenflut-Überlastung bewahren. Auch im Einsatz von KI-gestützten Radarchips aus Dresdner Produktion in Smartphones und anderen Unterhaltungsgeräten sehen die Experten viel Potenzial. Ein solches gemeinsames Entwicklungsprojekt wollen Infineon und die neue virtuelle Ideenfabrik des „Smart Systems Hubs“ im kommenden Jahr angehen.

Insgesamt beschäftigen sich in Dresden nach einer jüngeren Fraunhofer-Erhebung mindestens 32 Unternehmen und 17 Institute mit KI-Technologien. Demnächst starten zudem zwei neue KI-Forschungsinstitute von Fraunhofer und der TU in Dresden.

Von Heiko Weckbrodt

Weil Schüler des Gymnasiums Klotzsche wegen Schulbauarbeiten zum Schulcampus Pieschen gelangen müssen, hält der Zug in Richtung Dresden künftig morgens einmal öfter in Langebrück. Auch der Fahrtakt ändert sich am Mitte Dezember deutlich.

28.11.2019

Der Optik- und Elektronikkonzern Carl Zeiss übernimmt den Softwareanbieter Saxonia Systems AG in Dresden komplett. Bisher hielt Zeiss an der sächsischen Firma mit 235 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von 32 Millionen Euro 25 Prozent der Geschäftsanteile.

28.11.2019

Wird Dresden die gestohlenen Stücke aus dem Grünen Gewölbe jemals zurückerhalten? Ein Kunstdiebstahl-Experte bezweifelt das. Er sagt außerdem: Die Diebe hatten es viel zu leicht.

28.11.2019