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Kretschmer hält Ausgangssperren für möglich

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14:01 15.11.2020
Michael Kretschmer (CDU), Ministerpräsident von Sachsen. Quelle: Robert Michael/dpa-Zentralbild/d
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Dresden

Angesichts stark gestiegener Corona-Zahlen sorgt sich Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer um die medizinische Versorgung. „Wir haben den Höchststand in den Krankenhäusern noch nicht erreicht. Nicht unbedingt notwendige Behandlungen müssen verschoben werden, um die Kapazität für die Versorgung von Covid-19-Patienten zu schaffen“, sagte der CDU-Politiker. Er hatte am Samstag mit den Landräten der besonders stark von Corona-Infektionen betroffenen Landkreise Bautzen und dem Erzgebirgskreis über weitere Maßnahmen beraten.

Im Gespräch sind schärfere Besuchsregeln für Krankenhäuser und Pflegeheime sowie Betretungsverbote für Eltern in Kindergärten und Schulen. Zudem könnte die Maskenpflicht auf Großparkplätze erweitert werden. Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) stellte für Menschen ab 75 Jahre oder mit einer erheblichen Vorerkrankung eine kostenlose FFP-2-Maske in Aussicht.

Bundeswehr unterstützt bei Kontaktermittlung

Die Kontaktbeschränkung der vergangenen zwei Wochen hätten bereits Wirkung gezeigt, sagte Kretschmer. Die Gesundheitsämter beobachteten eine leichte Reduzierung der Kontaktpersonen infizierter Menschen. „Dennoch ist die Aufstockung der Gesundheitsämter notwendig.“ Seit Wochen unterstützen bereits Bundeswehrsoldaten und Mitarbeiter aus den Ministerien und Behörden des Freistaates die Landkreise bei der Kontaktermittlung.

Kretschmer betonte, dass am kommenden Wochenende über weitere Einschränkungen entschieden werden solle. „Wenn die Fallzahlen weiter steigen, müssen wir dem Beispiel des Berchtesgadener Landes folgen.“ Dort gilt eine Ausgangsbeschränkung.

Von RND/dpa