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Lokales Kostet der Herzogin Garten bald Eintritt? Stadt Dresden will Park nicht übernehmen
Dresden Lokales Kostet der Herzogin Garten bald Eintritt? Stadt Dresden will Park nicht übernehmen
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17:09 21.11.2019
Seit drei Monaten ist der Herzogin Garten mit dem kleinen Spielplatz tagsüber öffentlich zugänglich. Quelle: Anja Schneider
Dresden

Für einen Euro wollte Projektentwickler Reinhard Saal der Herzogin Garten an die Stadt Dresden abtreten. Doch die hat jetzt abgelehnt. „Die Landeshauptstadt Dresden plant derzeit nicht, dieses Grundstück anzukaufen“, heißt es auf Anfrage der DNN aus dem Geschäftsbereich Stadtentwicklung und Bau.

Denn das vermeintliche Schnäppchen bringt Folgekosten mit sich. Schließlich will die üppig mit Stauden und Gehölzen bepflanzte Anlage mit ihren Rasenflächen, geschwungenen Wegen und dem kleinen Spielplatz gepflegt werden. Ein „vergiftetes Geschenk“ hatte deshalb Linke-Stadtrat Tilo Wirtz die Offerte des Investors genannt. Reinhard Saal wolle sich nur „einer ihn nur noch belastenden Verpflichtung dauerhaft entledigen“.

Fahrräder, Müll und Hundekot

Ein Vorwurf, der Reinhard Saal Monate danach offensichtlich immer noch schwer im Magen liegt und den er nicht auf sich sitzen lassen will: „Herr Wirtz kann wohl nicht rechnen.“ Immerhin rund sechs Millionen Euro habe Saal samt Grundstückspreis in die Anlage gesteckt. Laut Vertrag müsse er den Park fünf Jahre auf seine Kosten pflegen. Es sei ihm jetzt auch endlich gelungen, eine Dresdner Gartenbaufirma unter Vertrag zu nehmen, die den Park in Ordnung hält. Saal rechnet mit Kosten von 25.000 bis 30.000 Euro pro Jahr. Wie dringend Pflege nötig ist, kann man jetzt schon an manchen Stellen sehen.

Er habe von Parkbesuchern so viel Lob für die Anlage bekommen, ist der Unternehmer stolz. Er will den Park jetzt noch grüner machen und auf längere Sicht für mehr Schatten sorgen. Zu diesem Zweck werden diese Woche noch acht etwa drei Meter hohe Bitterorangensträucher, sieben hochstämmige Zieräpfel, fünf Platanen und vier Olivenbäume gepflanzt. Letztere seien auch winterhart, beteuert Saal. Da habe er sich fachlich beraten lassen.

Im Herzogin Garten in Dresden werden weitere Bäume gepflanzt, darunter Orangen- und Olivenbäumchen sowie Zieräpfel. Quelle: Reinhard Saal

Tagsüber ist der neue Park im Herzen der Stadt kostenlos öffentlich zugänglich. Doch ob er das so lassen kann, da ist sich Reinhard Saal nach reichlich drei Monaten, in denen der Park geöffnet ist, jetzt nicht mehr so sicher.

Denn es gebe leider immer wieder auch Besucher, die mit dem Fahrrad durch den Garten fahren oder ihre Hunde frei herumlaufen lassen, die den Rasen dann als Hundeklo benutzen. Nicht jeder halte es für nötig, die Tüte mit dem Hundekot wenigstens in den Abfallbehälter zu befördern. „Sie werden einfach daneben geschmissen“, empört sich der Parkeigentümer. Zum Beweis hat er ein Foto gemacht.

Ärgernis für die Parkbesucher und auch für den Besitzer des Parkes: Hundebesitzer werfen Tüten mit Hundekot einfach neben den Abfallbehälter. Quelle: Reinhard Saal

Er überarbeite jetzt die Parkordnung und hänge diese dann deutlich sichtbar aus. Zudem will Saal am Parkeingang Fahrradständer aufstellen, damit die Fahrzeuge beim Parkbesuch dort abgestellt werden können. „Wenn das alles nichts hilft, stell ich ein Drehkreuz auf und dann wird Eintritt verlangt.“

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